Mittwoch, 24. Juni 2020

Reinigungskräfte der Schulen und Mensa-Mitarbeiter machen mobil

„Unsichtbar - bei Brot und Wasser“: Dies einer der Slogans, der auf der Kundgebung der Beschäftigten der Mensen und Reinigungsdienste in den Schulen, zu hören war, die auf dem Musterplatz in Bozen stattgefunden hat.

Kundgebung der Beschäftigten der Mensen und der Reingungsdienste in den Schulen und Betrieben in Bozen.
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Kundgebung der Beschäftigten der Mensen und der Reingungsdienste in den Schulen und Betrieben in Bozen. - Foto: © Gewerkschaften
Die Fachgewerkschaften wollten mit dieser Veranstaltung auf die Lage der Beschäftigten in diesen so wichtigen Diensten lenken. Die lokalen Gewerkschaften FILCAMS/LHFD AGB/CGIL, Fisascat SGBCISL, UILTUCS und Uiltrasporti unterstützen damit die gesamtstaatliche Forderung nach finanziellen Mitteln, um diesen Beschäftigten auch weiterhin eine Absicherung zu garantieren. In Südtirol sind ungefähr 500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon betroffen.

Eines der Probleme ist, dass diese Beschäftigten in Kürze keinen Anspruch mehr auf den Lohnausgleich, der auf Grund der Covid 19-Epidemie eingeführt worden ist, haben und daher ohne Arbeit und ohne eine finanzielle Unterstützung dastehen. Diese Personen werden mit Schulende vom Dienst suspendiert und erhalten während der Sommermonate keinerlei Gehalt ohne die Möglichkeit, einer anderen Arbeit nach zu gehen, da sich durch die Epidemie generell die Arbeitsmöglichkeiten reduziert haben. Zudem gibt es für diese Beschäftigten keinerlei Sicherheit für eine reguläre Wiederaufnahme der Arbeit im neuen Schuljahr.

Mit Ende der Sonderlohnausgleichskasse auf Grund von Covid-19, existiert zur Zeit keine andere Abfederungsmaßnahme, vor allem wenn der Dienst ausgelagert worden ist. „Was während der Epidemie passiert ist und noch lange nachwirken wird, ist die Tatsache, dass gewisse Dienste nur teilweise wieder aufgenommen werden, auch deshalb, weil die Schulen bzw. die Betriebe in den letzten Monaten innovative Lösungen, wie z.B. die Telearbeit oder das Smartworking experimentiert haben und an diesen neuen Arbeitsformen weiterhin festhalten werden. Und dies hat zur Folge, dass z.B. der Mensendienst nur mehr reduziert notwendig sein wird,“ sagen die Gewerkschaften.

Aus diesem Grund machen die Gewerkschaften mobil und verlangen von der Regierung, den Regionen und Provinzen, den Gemeinden und den Betrieben die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um den Lohnausgleich zu verlängern. „Es ist höchste Zeit. Es braucht Klarheit und ein klares Bekenntnis zu Arbeit und Zukunft“, fordern die Gewerkschaften in ihrem gemeinsamen Schreiben.

stol