Montag, 18. Mai 2020

Reisen aus Arbeitsgründen wird nun einfacher

Auch für international tätige Unternehmen bedeutet das jüngste Dekret von Ministerpräsident Conte eine erhebliche Erleichterung. Mehrere Kategorien von Arbeitnehmern, die nach Italien einreisen, sind nun nämlich von der Quarantänepflicht befreit. Dies teilt der Unternehmerverband mit.

Der Präsident des Unternehmerverbandes, Federico Giudiceandrea, fordert eine baldige europäische Lösung.
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Der Präsident des Unternehmerverbandes, Federico Giudiceandrea, fordert eine baldige europäische Lösung. - Foto: © Dlife-NF
Von der Regelung betroffen sind Besatzungen der Transportmittel sowie reisendes Personal, Bürger aus EU-Staaten, Staaten des Schengener Abkommens sowie Andorra, Fürstentum Monaco, Republik San Marino, Vatikanstadt, Vereinigtes Königreich und Nordirland, die aufgrund nachgewiesener Arbeitsgründe nach Italien einreisen sowie Berufspendler, die aus nachgewiesenen Arbeitsgründen in das Staatsgebiet einreisen und aus diesem ausreisen, um an ihren Wohnsitz, in ihre Wohnung oder an ihren Aufenthaltsort zurückzukehren.

Zudem ist auch das Personal von Unternehmen mit Sitz in Italien bei Reisen ins Ausland aufgrund nachgewiesener Arbeitsgründe für Aufenthalte von höchstens 72 Stunden von der Quarantänepflicht befreit. Bei speziellen Bedürfnissen ist die Dauer des zulässigen Aufenthalts um weitere 48 Stunden verlängerbar.

Weitere Vereinfachungen ab 3. Juni

Ab dem 3. Juni 2020 unterliegen die Ein- und Ausreisen zwischen Italien und den EU-Mitgliedstaaten, den Staaten des Schengener Abkommens, dem Vereinigten Königreich, Nordirland, Andorra, Fürstentum Monaco, Republik San Marino und Vatikanstadt schließlich keinen Beschränkungen mehr.

Vom 3. bis 15. Juni 2020 sind aufgrund nachgewiesener Arbeitsbedürfnisse auch Reisen in und aus anderen Staaten als den oben genannten zulässig.

„Es braucht unbedingt eine europäische Lösung“

„Für eine stark exportorientierte Wirtschaft, wie die der Südtiroler, ist dies ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung, der es einfacher macht, aus Arbeitsgründen ins Ausland zu reisen und den wir, sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene über Confindustria, gefordert hatten. Jetzt braucht es aber unbedingt eine europäische Lösung, da derzeit jeder EU-Staat seine eigenen Regeln verabschiedet. Für Unternehmen, die auf unterschiedlichen internationalen Märkten tätig sind, ist es nicht einfach, sich unter den vielen verschiedenen geltenden Vorschriften zu orientieren“, so der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea.

stol

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