Donnerstag, 10. Juni 2021

Rekordwert bei Exporten aus Südtirol

Im ersten Quartal 2021 wurden Waren im Rekordwert von 1402 Millionen Euro aus Südtirol exportiert. Dies entspricht einer Zunahme um 13,4 Prozent gegenüber demselben Quartal 2020, wie aus einem Bericht der ASTAT hervorgeht.

Nach nie wurden in einem Quartal so viele aus Südtirol exportiert.
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Nach nie wurden in einem Quartal so viele aus Südtirol exportiert. - Foto: © shutterstock
Im ersten Quartal 2021 werden Waren im Wert von 1402,0 Millionen Euro aus Südtirol ausgeführt, was einen absoluten Rekordwert für den Südtiroler Export darstellt. Dies entspricht einer Zunahme von 13,4 Prozent gegenüber demselben Quartal des Vorjahres, welches allerdings teilweise von einem härteren Lockdown als 2021 betroffen war.


Die konjunkturelle Veränderung, das heißt die Entwicklung im Vergleich zum 4. Quartal 2020, welches aufgrund von Feiertagen wie etwa Weihnachten stark von saisonalen Schwankungen im Export gekennzeichnet war, verzeichnet hingegen eine Zunahme von 0,5 Prozent.

Die Ausfuhren in die EU-Länder steigen

Die wichtigsten europäischen Zielländer für Exporte sind Deutschland (33,3 Prozent), Österreich (8,1 Prozent), Frankreich (4,9 Prozent) Schweden (4,6 Prozent) und - außerhalb der EU - vor allem die Schweiz (4,0 Prozent).

In diese 4 Länder fließen mit insgesamt 54,9 Prozent mehr als die Hälfte
aller Ausfuhren. Außerhalb Europas entfällt der größte Teil der Exporte auf Asien und Amerika (8,5 Prozent bzw. 7,5 Prozent). Die Ausfuhren nach Amerika gehen vorwiegend in die Vereinigten Staaten: Insgesamt entfallen 4,4 Prozent aller Exporte auf die USA, die somit an fünfter
Stelle der wichtigsten Ausfuhrmärkte für Südtiroler Waren stehen.

Trotz des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs (Brexit) machen die Ausfuhren in die EU-Staaten 72,6 Prozent der gesamten Ausfuhren aus und steigen gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 15,2 Prozent.

Deutschland, Südtirols wichtigster Exportmarkt, verzeichnet eine Zunahme um 6,3 Prozent, Österreich, der zweitwichtigste Markt, eine Zunahme um 10,6 Prozent. Fast alle anderen Hauptmärkte verzeichnen ein starkes Wachstum, insbesondere Rumänien (+98,7 Prozent), die
Slowakei (+69,3 Prozent), Schweden (+38,9 Prozent) und die Niederlande (+35,4 Prozent), während nur nach Polen (-3,7 Prozent) die Ausfuhren sinken.

In absoluten Zahlen verbuchen die Ausfuhren nach Deutschland (+27,6 Millionen Euro), Schweden (+18,2 Millionen Euro), Rumänien (+14,7 Millionen Euro) und Bulgarien (+13,9 Millionen Euro) die höchsten Zunahmen, während die vereinzelten Rückgänge sehr gering sind und die Ausfuhren nach Polen (-0,9 Millionen Euro), Lettland (-0,3 Millionen Euro), Malta (-0,2 Millionen Euro) und Litauen (-0,1 Millionen Euro) betreffen.

Auch die Exporte in die Nicht-EU-Staaten sind gegenüber demselben Quartal des Jahres 2020 gestiegen (+8,7 Prozent). Dabei sind allerdings die Ausfuhren in die europäischen Nicht-EU-Länder gesunken (-3,7 Prozent) insbesondere jene nach Russland (-44,2 Prozent) und in das
Vereinigte Königreich (-12,6 Prozent), welches 2020 aus der
Europäischen Union ausgetreten ist.

Die Exporte in nicht europäische Länder sind hingegen deutlich gestiegen (+16,4 Prozent), insbesondere die Ausfuhren nach Amerika (+43,4 Prozent) und Asien (+10,9 Prozent). Gegen diesen Trend entwickelten sich Afrika (-29,0 Prozent) und Ozeanien (-9,6 Prozent).

Führend bleibt der Bereich Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren

Die größten Exportanteile halten die Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (15,6 Prozent), gefolgt von den Fahrzeugen (15,2 Prozent), den Erzeugnissen der Landund Forstwirtschaft und Fischerei (14,4 Prozent), den Maschinen und Apparaten anderweitig nicht genannt
(14,2 Prozent), und den Grundmetallen und Metallerzeugnissen, ausgenommen Maschinen und Anlagen (12,0 Prozent). Diese Sektoren machen fast 3 Viertel der gesamten Ausfuhren (71,4 Prozent) aus.

Gegenüber dem ersten Quartal 2020 verzeichnen 4 der 5 Schlüsselsektoren Zunahmen: die Fahrzeuge (+29,6 Prozent), Maschinen und Apparate a.n.g. (+14,1 Prozent), die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (+9,7 Prozent), und die Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen (+7,5 Prozent). Die
Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-6,0 Prozent) verzeichnen hingegen eine Abnahme.


Betreffend die anderen wichtigen Sektoren wird eine Zunahme in den Bereichen Elektrische Geräte (+62,2 Prozent), Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen (+24,6 Prozent), Holzwaren,
Papier, Pappe und Waren daraus (+16,4 Prozent), Gummi und Kunststoffwaren, andere Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Steinen und Erden (+9,6 Prozent) und Erzeugnisse des sonstigen verarbeitenden Gewerbes (+5,5 Prozent) registriert.

In absoluten Zahlen verzeichnen die Bereiche Fahrzeuge (+48,5 Millionen Euro), Elektrische Geräte (+35,7 Millionen Euro), Maschinen und Apparate anderweitig nicht genannt (+24,7 Millionen Euro) und Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (+17,9 Millionen Euro) die höchsten Zunahmen. Die deutlichsten Rückgänge gibt es hingegen bei den Ausfuhren der Sektoren Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-13,9 Millionen Euro).


stol

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