Italien ist als Urlaubsdestination beliebter denn je. Für das Jahr 2026 werden Schätzungen zufolge insgesamt 141,2 Millionen Ankünfte und 478,6 Millionen Übernachtungen erwartet. Dies entspricht einem Wachstum von 2,1 bzw. 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. <BR /><BR />76 Millionen Touristen sollen aus dem Ausland anreisen und rund 55 Prozent der Aufenthalte abdecken. Doch auch die Italiener selbst scheinen mehr und mehr Gefallen an ihrem Land zu finden. 213 Millionen Übernachtungen sollen auf die Kappe von Einheimischen gehen, was ebenfalls einen Aufwärtstrend markiert. <BR /><BR />Insgesamt prognostiziert Demoskopika deshalb Einnahmen von rund 132,7 Milliarden Euro für den Tourismussektor – ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber 2025. In Zusammenhang gebracht werden kann dies vor allem auch mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Inflation und dem allgemeinen Preisanstieg.<BR /><BR />Im Bezug auf das Urlaubsverhalten der Gäste deuten die Schätzungen noch auf einen weiteren Trend hin. Demnach scheint sich die Tourismussaison schrittweise zu verlängern. Will heißen: Etwas weniger Übernachtungen in den Sommermonaten, dafür mehr Andrang in der Nebensaison. <BR /><BR />„Die Prognosen für 2026 zeichnen das Bild eines Tourismussektors, der sich weiterhin wachstums- und anpassungsfähig zeigt, obwohl das wirtschaftliche Umfeld von starken Unsicherheitsfaktoren geprägt ist. Der interessanteste Aspekt könnte die Erholung des Inlandstourismus sein, der nach zwei Jahren mit schwächerer Binnennachfrage wieder wachsen dürfte. Gleichzeitig könnten die ausgewogenen Besucherströme dazu beitragen, den Druck in Zeiten besonders hoher Auslastung zu verringern und die Tätigkeit der Tourismusunternehmen auch in traditionell schwächeren Monaten stabiler zu machen“, so die Forscher von Demoskopika.