Freitag, 03. Dezember 2021

Rentnergewerkschaften: „Rentenanpassungen unzureichend“

Gute Nachrichten für die Rentner: Ab dem 1. Januar 2022 werden die Renten um 1,7 Prozent höher ausfallen. Die Sekretäre der Rentnergewerkschaften beurteilen diese Erhöhung als ein positives Zeichen.

Rentner haben Grund zur Freude, denn ab dem 1. Januar 2022 werden die Renten um 1,7 Prozent erhöht.
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Rentner haben Grund zur Freude, denn ab dem 1. Januar 2022 werden die Renten um 1,7 Prozent erhöht. - Foto: © Shutterstock
Gleichzeitig warnen sie jedoch, dass diese Anpassungen angesichts der wieder aufflackernden Inflation wahrscheinlich nicht ausreichen werden, da der aktuelle Inflationsschub nicht nur vorübergehend sein wird, wie die Europäischen Zentralbank immer wieder betont.

Gemäß dem vom Wirtschaftsminister, im Einvernehmen mit dem Arbeitsminister beschlossenen Rentenausgleich, beträgt die vorläufig angewandte Inflationsrate 1,7 Prozent. Wie die Gewerkschaften erklären, wird die Angleichung ab 2022 für die Rentner günstiger ausfallen, als in den letzten 3 Jahren, da sie nur in 3 Rentengruppen unterteilt ist: Renten bis zum 4-fachen des Mindestbetrags (2.062,32 Euro) werden zu 100 % aufgewertet, Beträge zwischen dem 4- und 5-fachen des Mindestbetrags (von 2.062,32 bis 2.577,90 Euro) zu 90 Prozent und der Betrag über dem 5-fachen des Mindestbetrags (über 2.577,90 Euro) zu 75 Prozent.

Als Beispiel verdeutlichen die Gewerkschafter, dass man bei einer Rente von 2000 Euro 34 Euro mehr bekommt, bei 2500 Euro beträgt die Erhöhung 41,76 Euro und bei 3000 Euro 48,33 Euro. Die Mindestrente wird von derzeit 515,58 auf 524,34 Euro und das Sozialgelde von 460,28 auf 468,10 Euro steigen.

„Tatsache ist allerdings, dass wir es mit Inflationsraten zu tun haben, die die Preise dauerhaft prägen werden, obwohl viele Fachleute vom Gegenteil überzeugt sind. Auch scheint die Europäische Zentralbank nicht bereit zu sein, die Zinssätze zu erhöhen, um den Wirtschaftsaufschwung nicht zu gefährden. Dieser Umstand dürfte die Rentner wahrscheinlich noch zusätzlich belasten. Auf lokaler Ebene kommt hinzu, dass die Kaufkraft der Renten in den letzten 15 Jahren bereits um etwa 11 Prozent gesunken ist“, erklären Ebner, Montemaggiore, Tomasini und Vieider.

Die Gewerkschaften fordern seit Langem eine Überprüfung der Regeln zur Rentenanpassung und die Berücksichtigung des spezifischen Verbrauchs der älteren Menschen. „Wir fordern eine Ausweitung der 14 Rentenrate bis zum 3-fachen der Mindestrente. Außerdem sollte die Inflation überwacht werden und bei besorgniserregenden Entwicklungen sollten Maßnahmen ergriffen werden, um den Preisanstieg einzudämmen, angefangen bei den Energiepreisen, die bekannter Weise hoch besteuert werden“, heißt es in einer Aussendung.

stol