Dienstag, 03. März 2015

Renzi feiert erste Resultate im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat Premier Matteo Renzi Grund zum Feiern. Die Beschäftigung in Italien ist nach zwei Jahren Rückgang im Gesamtjahr 2014 wieder gewachsen.

Hat Grund zum Feiern: Premier Matteo Renzi - Archivbild
Hat Grund zum Feiern: Premier Matteo Renzi - Archivbild - Foto: © LaPresse

Ein positives Resultat für den Regierungschef, der im Dezember eine umfangreiche und bei den Gewerkschaften stark umstrittene Arbeitsmarktreform über die Bühne gebracht hat.

Das Statistikamt Istat meldete im vergangenen Jahr ein Beschäftigungsplus von 0,4 Prozent, das sind 88.000 mehr Beschäftigte als im Vorjahr. In Norditalien betrug das Wachstum bei der Zahl der Beschäftigten 0,4 Prozent, in Mittelitalien 1,8 Prozent. Im Süden kam es hingegen zu einem Rückgang von 0,8 Prozent.

Im Jänner 2015 gab es 22,32 Millionen Beschäftigte, das sind 11.000 mehr als im Dezember 2014 und 131.000 mehr auf Jahresbasis. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent. Die Beschäftigungsrate kletterte italienweit auf 55,8 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Dezember und 0,3 Prozentpunkte mehr gegenüber dem Vergleichsmonat 2014.

Arbeitslosigkeit bleibt Problem 

Trotz des Beschäftigungswachstums bleibt die Arbeitslosigkeit in Italien ein Problem. Die Arbeitslosenquote betrug im Gesamtjahr 2014 12,7 Prozent. Der Wert entspreche dem höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1977, teilte Istat mit. Im Jahr 2013 betrug die Erwerbslosenquote 12,1 Prozent.

„131.000 mehr Jobs 2014, das ist ein positives Resultat, doch das genügt nicht“, kommentierte Renzi. Er zeigte sich überzeugt, dass Italien in den kommenden Monaten noch mehr die positiven Auswirkungen der von seinem Kabinett verabschiedeten Arbeitsmarktreform zu spüren bekommen werde.

Reformen gehen weiter 

Seit dieser Woche ist in Italien ein neuer unbefristeter Vertragstyp „mit zunehmendem Schutz“ eingeführt worden. Der Kündigungsschutz soll zunehmen, je länger der Mitarbeiter im Betrieb ist. Für diesen Vertrag wird auch der Kündigungsschutz auf eine europaweit übliche Entschädigungszahlung umgestellt.

Eine neu eingerichtete „Agentur für die Beschäftigung“ soll Strategien entwickeln, um Arbeitnehmer und Unternehmen miteinander in Verbindung zu setzen.

apa

stol