Dienstag, 30. Juni 2015

Renzi: „Italien ist weg von der Schusslinie“

Premier Matteo Renzi sieht angesichts der Aussicht eines Griechenland-Bankrotts keine Ansteckungsgefahr für sein Land.

Regierungspräsident Matteo Renzi - Archivbild
Regierungspräsident Matteo Renzi - Archivbild - Foto: © LaPresse

„Italien ist weg von der Schusslinie. Wir haben einen mutigen Weg struktureller Reformen unternommen, die Wirtschaft wächst wieder und der EZB-Schirm schützt uns. Die Lage ist anders als vor vier Jahren“, so Renzi im Interview mit der Zeitung „Sole 24 Ore“.

Die griechische Krise sei besorgniserregend, weil Europa keine langfristige politische Vision habe. „Dass sich Europa ändern muss, das sagen wir seit Monaten und endlich geschieht etwas. Eine derart bürokratische Organisation ändert sich jedoch nur mit kleinen Schritten nicht mit Brüchen“, erklärte der Premier.

Die Euro-Partner seien entschlossen, Griechenland zu retten. „Das müssen jedoch auch die Griechen wollen, ansonsten funktioniert die Rettung nicht“, kommentierte der italienische Regierungschef. Griechenland müsse die Regeln respektieren.

„Ansonsten gibt es keine Gemeinschaft mehr“, so Renzi. Italien habe in den letzten Jahren eine Pensions- und eine Arbeitsmarktreform durchgesetzt. Griechenland solle sich ein Beispiel nehmen.

apa

stol