Samstag, 09. April 2016

Renzi revidiert Italiens Wachstumsprognosen nach unten

Der Ministerrat in Rom hat am Freitagabend das Dokument für die Wirtschaftsplanung (DEF) verabschiedet und seine Wachstumsprognosen für die italienische Wirtschaft in diesem Jahr nach unten revidiert.

Weniger rosig als angenommen: Italien revidiert seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr nach unten. - Symbolbild.
Weniger rosig als angenommen: Italien revidiert seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr nach unten. - Symbolbild. - Foto: © shutterstock

Angesichts des schwierigen internationalen Umfelds geht das Kabinett für heuer von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,2 Prozent aus. Bisher hatte es mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet.

Laut den Regierungsprognosen wird die italienische Wirtschaft 2017 um 1,4 Prozent wachsen, im Jahr 2018 um 1,5 Prozent und 2019 um 1,4 Prozent. Die Bemühungen der Regierung zur Eindämmung der öffentlichen Ausgaben sollten Resultate zeigen.

Staatsschulden sollen dieses Jahr erstmals wieder sinken

Das Defizit, das 2015 noch um 2,6 Prozent gestiegen war, dürfte 2016 um 2,3 Prozent und 2017 um 1,8 Prozent wachsen, berichtete Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan. Er rechne damit, dass Brüssel Italien auch im kommenden Jahr stärkere Defizitflexibilität garantieren werde, weil das Land hohe Ausgaben wegen der Flüchtlingsproblematik habe.

Italiens Staatsschuld wird laut den Regierungsprognosen dieses Jahr erstmals wieder sinken, und zwar von 132,7 Prozent des BIP auf 132,4 Prozent. Zur Eindämmung der Verschuldung will das Kabinett weiterhin auf Privatisierungen setzen. So soll unter anderem die staatliche Luftfahrtbehörde Enav privatisiert werden.

apa

stol