Samstag, 01. August 2015

Renzi wegen steigender Arbeitslosigkeit unter Beschuss

Die Arbeitsmarktreform „Jobs Act“, von der sich die italienische Regierung eine kräftige Ankurbelung der Beschäftigung erwartet, zeigt vorerst noch nicht die erhofften Resultate.

Matteo Renzi - Archivbild
Matteo Renzi - Archivbild - Foto: © LaPresse

Im Juni ist die Arbeitslosigkeit in Italien um 0,2 Prozentpunkte auf 12,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Premier Matteo Renzi ist deswegen unter Beschuss geraten.

„Die Arbeitsmarktreform Renzis funktioniert nicht, man muss sie ändern“, forderten die Gewerkschaften. Eine Flexibilität des Arbeitsmarkts bedeute nicht automatisch mehr Beschäftigung.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg in Italien in einem Jahr um 2,7 Prozent. Im Juni wurden 22.000 weniger Beschäftigte gegenüber Mai gemeldet. Italiens Beschäftigungsrate lag im Juni bei 55,8 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte im Juni auf ein Rekordhoch von 44,2 Prozent, das waren um 1,9 Prozentpunkte mehr als im Mai. Es ist der höchste Wert seit dem ersten Quartal 1977, berichtete das Statistikamt Istat.

Italien werde 20 Jahre benötigen, um wieder auf eine Arbeitslosenrate wie vor Beginn der Krise im Jahr 2007 zu gelangen, ging zuletzt aus einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor.

apa

stol