Rund ein Dutzend italienischer Banken, die Anteile an der Banca d'Italia halten, profitieren von deren Aufwertung.Sie müssen die bereits bilanzierte Höherbewertung mit 26 statt wie erwartet zwölf Prozent versteuern.Zur Kasse werden vor allem die beiden Großbanken Unicredit (Mutterkonzern der Bank Austria) und Banca Intesa Sanpaolo gebeten, die gemeinsam 63 Prozent der Anteile an der Banca d'Italia kontrollieren.Analysten zufolge wird Intesa allein eine zusätzliche Steuer von 294 Millionen Euro für die Aufwertung zahlen müssen.Zum Jahresende erfolgte die Aufwertung der von Kreditinstituten gehaltenden Anteile an der italienischen Zentralbank. Damit wurde das Kapital der Banca d'Italia, das 1936 festgelegt und seither nicht neu bewertet worden war, von 156.000 Euro auf 7,5 Milliarden Euro aufstockt.„Mit der höheren Besteuerung werden den Banken wichtige Ressourcen entzogen, die mehr Liquidität für die Kreditvergabe dienen sollten“, protestierte ABI-Generaldirektor Giovanni Sabatini.Die Gewerkschaften befürchten negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, da die Banken aufgrund der höheren Steuern zu stärkeren Einsparungen gezwungen sein werden.Mit der stärkeren Besteuerung der Banken will Renzi unter anderem die Senkung des Steuerdrucks für Italiener mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.500 Euro finanzieren.Dies soll den Staatskassen in diesem Jahr zehn Milliarden Euro kosten.apa