Montag, 05. Januar 2015

Rezession endet 2015, Arbeitslosigkeit sinkt nicht

Volkswirte rechnen in Italien mit einem Ende der Rezession im neuen Jahr, was sich jedoch nicht positiv auf die Beschäftigung auswirken wird.

Foto: © shutterstock

Nach drei Jahren sollte die italienische Wirtschaft im ersten Quartal 2015 wieder wachsen. Die Arbeitslosigkeit werde jedoch nicht unter die Schwelle von 13 Prozent sinken, geht aus den neu veröffentlichten Prognosen des Statistikamts Istat hervor.

62,3 Prozent der Arbeitslosen seien seit über einem Jahr auf Arbeitssuche, geht aus dem Istat-Bericht hervor. Dieser Prozentsatz lag Ende 2013 noch bei 56,9 Prozent. Auch im Bereich Konsum sei kaum Wachstum zu erwarten.

Auch Italiens Industriellenverband Confindustria rechnet mit einer Besserung der Konjunktur. Mit Wirtschaftswachstum wird ab dem ersten Quartal 2015 gerechnet.

Der Unternehmerverband korrigierte die Prognosen für das Gesamtjahr 2014 nach unten. Bis Jahresende wird mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5 Prozent gerechnet. Bisher war der Verband von einem Minus von 0,4 Prozent ausgegangen.

Confindustria rechnet 2015 mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,5 Prozent. 2016 sollte es zu einem Plus von 1,1 Prozent kommen.

Premier Matteo Renzi zeigt sich zuversichtlich. Das Land werde die positiven Auswirkungen der Reformen zu spüren bekommen, die seine Regierung 2014 verabschiedet habe und die zur Bewältigung der Rezession beitragen werde. Zwar sei die Wirtschaftsleistung 2014 um 0,4 Prozent zurückgegangen, im kommenden Jahr seien jedoch die Wachstumsperspektiven konkret, sagte der Premier zuletzt.

apa

stol