Montag, 30. Januar 2017

Riesenabfertigung für VW-Vorständin Hohmann-Dennhardt

Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfertigung. Wie in Medienberichten am Montag hieß, soll die 66-jährige Juristin mehr als 12 bzw. insgesamt 13 Mio. Euro von dem Konzern erhalten. Ein VW-Sprecher wollte die Berichte nicht kommentieren.

Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfertigung.
Die VW-Managerin Christine Hohmann-Dennhardt bekommt nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand des Autobauers eine Millionenabfertigung. - Foto: © APA/DPA

Hohmann-Dennhardt kann den Berichten zufolge mit der Riesenabfertigung rechnen, weil ihr neben dem Gehalt für 13 Monate Arbeit eine Abfertigung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern zustehe. Die Juristin hatte erst im Jänner 2016 bei VW angefangen und einen 3-Jahres-Vertrag erhalten.

Dazu kommt den Berichten zufolge, dass VW Hohmann-Dennhardt eine Entschädigung dafür zugesagt hatte, dass sie vorzeitig aus dem Vorstand von Daimler ausgeschieden war - um Anfang 2016 zu VW zu wechseln. Dabei habe sie auf Ansprüche an ihren Ex-Arbeitgeber verzichtet.

Die frühere deutsche Verfassungsrichterin war als Vorstand für Integration und Recht nach Wolfsburg gewechselt – und sollte die Aufarbeitung des Betrugs von Abgastests vorantreiben.

In der vergangenen Woche hatte VW überraschend mitgeteilt, Hohmann-Dennhardt scheide zum 31. Jänner aus dem Vorstand des VW-Konzerns aus. Als Grund wurden „unterschiedliche Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“ genannt. Dem Vernehmen nach gab es interne Querelen über die genaue Rolle Hohmann-Dennhardts bei VW.

apa/dpa

stol