Südtirol testet mehr als jede andere Region. Bisher gab es an 534 teilnehmenden Schulen 401.368 Nasentests, bei denen 345 Positive herausgefischt wurden. In den Testzentren der Gemeinden sowie in den Apotheken wurde gestern die Zahl von 200.000 Nasentests überschritten und 346 Infizierte festgestellt.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Um die Aktion „Wir testen“ auszudehnen, fiel gestern in der Landesregierung ein Grundsatzbeschluss, über den – wie berichtet – bereits letzte Woche heftig diskutiert worden war. Demnach wird der Sanitätsbetrieb zu einer Ausgabe von bis zu 19,32 Mio. Euro ermächtigt. 14,4 Mio. Euro sind für den Ankauf weiterer Test-Kits geplant, 4,8 Mio. Euro gehen an die Apotheken, 120.000 Euro sind für Logistik.<BR /><BR />„Der Ankauf der Tests erfolgt erneut über eine Marktsondierung,. Wir können nach Bedarf bis zu 19,3 Mio. Euro ausgeben, wenn wir es brauchen, müssen aber nicht“, so Widmann. Man werde auch Tests ankaufen, die ohne Aufsichtsperson abgewickelt werden können. Nach wie vor sei aber ein Mitarbeiter nötig, der die Ergebnisse in die Datenbank des Sanitätsbetriebs einspeist, damit sie für den Corona-Pass verwendbar sind. Entscheidend ist aber, dass der Sanitätsbetrieb die Test-Kits an Verbände, Vereine und auch an die Bevölkerung abgeben kann.<BR /><BR /><BR /><b>„Haben nur darauf gewartet“</b><BR /><BR /><BR />„Darauf haben wir nur gewartet“, sagt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Am nächsten Montag fällt die 5-tägige Quarantäne, die bisher allen Touristen bei der Einreise nach Italien auferlegt war. Feriengäste aus Italien können dann problemlos nach Südtirol reisen, sofern sie aus einer gelben Zone kommen. <BR /><BR />Spätestens an der Hoteltür greift aber die Verordnung des Landeshauptmanns, wonach Einchecken nur mit negativem Test möglich ist. Gäste aus dem Ausland haben dazu bereits für die Einreise einen Antigen- oder PCR-Test absolviert. Gäste aus anderen Regionen aber nicht.<BR /><BR />Deshalb hat der HGV hinter den Kulissen an einem sicheren Saisonstart gearbeitet. „Wir starten mit den Nasentests in den Betrieben, denn es liegt in unserem Interesse, dass Mitarbeiter 2 Mal pro Woche getestet werden“, so HGV-Chef Manfred Pinzger. Das Angebot der Nasentests richtet sich aber natürlich auch an alle Gäste. „Es geht nicht nur ums Einchecken. Viele Gäste möchten im Urlaub auswärts essen oder eine kulturelle Veranstaltung besuchen, die dem Südtiroler Corona-Pass unterliegt.“ <BR /><BR /><BR /><b>Abkommen mit Sanitätsbetrieb</b><BR /><BR /><BR />Nach dem Beschluss der Landesregierung folgt ein Abkommen zwischen HGV und Sanitätsbetrieb. „Es steht schon und muss nur mehr unterschreiben werden“, so Pinzger. In den Betrieben werden über Sanitätsbetrieb und Weißes Kreuz sog. Testnotare ausgebildet, welche die Abwicklung der Tests überwachen und Daten einspeisen. Die Test-Kits werden vom Sanitätsbetrieb an den HGV geliefert, der sie an seine Bezirksbüros weitergibt, wo sie von den Hoteliers abgeholt werden.<BR />Spätestens Montag sollen die Tests in den Hotels losgehen. „Wir starten vorerst nur mit Betrieben, die in der zweiten Maihälfte öffnen“, sagt Vizepräsident Hansi Pichler. Bis gestern haben sich 550 Hotels angemeldet. Anzugeben waren Mitarbeiter- und Bettenanzahl, denn die Tests werden jeweils für 2 Wochen ausgegeben. Im Juni kommen weitere Betriebe dazu.<BR /><BR />Dickes Lob kommt von Landesrat Thomas Widmann:„Jeder Test mehr ist ein Gewinn.“ In der 2. Welle von Corona hätten vor allem große Betriebe mit Antigen-Tests sehr gut mitgearbeitet. Jetzt allerdings gebe es bei der Wirtschaft noch Luft nach oben. „Es wäre wünschenswert, wenn auch andere Verbände ähnlich schnell reagieren wie der HGV“, so der Landesrat.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />