Bis Ende September wurden um 10,6 Prozent mehr Lkw über den Brenner transportiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das entspricht 17.700 Schwerfahrzeugen. Ab Dezember diesen Jahres sollen deshalb auf der Strecke bis Trient zwölf weitere RoLa-Züge verkehren, teilten die ÖBB am Montag bei einer Pressekonferenz mit.Insgesamt verkehren täglich 54 RoLa-Züge auf der Brennerachse, davon 38 zwischen Wörgl und Brennersee, zehn zwischen Wörgl und Trient und sechs zwischen Regensburg und Trient. "Die Strecke Wörgl/Trient wird ab Dezember deutlich aufgewertet und die Zuganzahl verdoppelt. Dabei werden mehrere Züge, die bisher am Brenner endeten, in Zukunft bis nach Trento verlängert“, erklärte Ökombi-Geschäftsführer Franz Dirnbauer. Die Ökombi ist ein Tochterunternehmen der Rail Cargo Austria AG, der Güterverkehrssparte der ÖBB.Das geplante Vorhaben entspreche auch den Ergebnissen der Kundenbefragung, die ergeben habe, dass über 50 Prozent der Lkw-Lenker die Langstrecken mit Vorliebe befahren würden. Die neue Zugaufteilung ab 12. Dezember 2010 sieht 26 Züge auf der Strecke zwischen Wörgl und Brenner, 22 zwischen Wörgl und Trento und weiterhin sechs Züge auf der Relation Regensburg und Trient vor.Im vergangenen Jahr habe die RoLa auf der Brennerachse mit 226.000 Lkw-Einheiten einen Beförderungsrekord erzielt. Im heurigen Jahr zeichne sich ein weiterer Zuwachs ab.Grund dafür sei unter anderem die hohe Auslastung der Züge, die im Durchschnitt auf allen Strecken bei 87 Prozent liege. Stetig erweitert habe man auch die tägliche Stellplatzanzahl.Zu Beginn des Jahres standen 988 Plätze pro Tag zur Verfügung, aktuell seien es 1.020 und ab Dezember soll die tägliche Kapazität auf 1.056 erhöht werden. In Summe sei es so möglich, rund 10.000 Schwerfahrzeuge zusätzlich von der Straße auf die Schiene zu verlagern.