Mittwoch, 25. November 2020

Rom verspricht Stützungsgelder bei Skiverbot zu Weihnachten

Die italienische Regierung verspricht Stützungsgelder bei einem Skiverbot zu Weihnachten. „Es wird Stützungsmaßnahmen für all jene Betriebe geben, die um Skiurlaube kreisen. Schutz des Lebens und der Gesundheit haben Priorität: Wir werden eine Lösung finden“, sagte der italienische Regionenminister Francesco Boccia in einem TV-Interview am Mittwoch.

Italien und die einzelnen Regionen arbeiten an einer Lösung, was die Skisaison betrifft.
Italien und die einzelnen Regionen arbeiten an einer Lösung, was die Skisaison betrifft. - Foto: © Michael Reusse
Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, äußerte die Hoffnung, dass es noch zu einer europaweiten Einigung über ein Skiverbot komme.

„Ich wünsche, dass Europa einen gemeinsamen Weg findet“, sagte Zaia im Interview mit Rai 3. „Österreich fordert umgehend Geld aus Brüssel, sollte es zu einem Skiverbot zu Weihnachten kommen. Wir fordern auch von Brüssel Finanzierungen, denn unsere Skianlagen werden schwere Verluste erleiden. Viele Personen sind in unseren Berggemeinden verzweifelt“, sagte Zaia.

Der Präsident Venetiens, zu der die renommierte Dolomiten-Ortschaft Cortina zählt, meinte, Gesundheit habe Priorität, doch die Skianlagen seien in der Lage Anti-Covid-Sicherheitsprotokolle effizient umzusetzen.

Mit seinem Plan, Skigebiete erst nach Weihachten aufsperren zu lassen, hat Premier Conte auch Südtiroler Liftbetreiber und Touristiker geschockt. „Diese Entscheidung hätte man schon vor einem Monat treffen können“, ärgert sich Andy Varallo, Präsident von Dolomiti Superski.

Italiens Regierung diskutiert dieser Tage über die Anti-Covid-Auflagen für die Weihnachtszeit. Geprüft wird die Möglichkeit einer Lockerung der Reisefreiheit. Nachdem am Montag in Italien die Schwelle von 50.000 Todesopfern seit Beginn der Coronavirusepidemie im Februar überschritten worden war, wächst die Zahl der Toten weiter stark.

853 an oder mit Corona-Verstorbene wurden am Dienstag gemeldet, am Vortag waren es 630, teilte das Gesundheitsministerium mit. Somit starben seit Beginn der Pandemie am 20. Februar in Italien 51.306 Personen mit oder am Coronavirus.

apa/stol