Freitag, 15. Januar 2016

Russland plant Millionen-Hilfe für kriselnde Autoindustrie

Russland plant gegen die Krise auf seinem Automarkt für dieses Jahr Hilfsprogramme von umgerechnet bis zu 577 Millionen Euro.

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Mehr als die Hälfte des Geldes soll Industrieminister Denis Manturow zufolge im ersten Halbjahr fließen, der zweite Teil bei Bedarf in der zweiten Jahreshälfte, wie die Agentur Interfax am Freitag meldete.

Die russische Autobranche steckt seit 2013 in einer tiefen Krise. Allein im vergangenen Jahr verkauften die Hersteller fast 36 Prozent weniger Fahrzeuge als noch 2014. Experten der Vereinigung Europäische Unternehmer (AEB) fürchten einen weiteren Rückgang in diesem Jahr.

Regierungschef Dmitri Medwedew sagte, die Subventionen sollten die Lage der Autoindustrie verbessern und den Markt stabilisieren. Unter anderem sollten der Kfz-Kreditmarkt gestützt und eine Erneuerung des Fuhrparks im städtischen Nahverkehr gefördert werden. Russland hatte bereits 2014 eine Abwrackprämie nach deutschem Vorbild eingeführt.

apa/dpa

stol