Dienstag, 05. Mai 2020

Ryanair-Boss: „Alitalia ist wie ein Drogensüchtiger“

Ryanair-Chef Michael O'Leary protestiert gegen die Pläne der italienischen Regierung zur Verstaatlichung der maroden Fluglinie Alitalia.

Alitalia-Jets am Flughafen Fiumicino in Rom.
Alitalia-Jets am Flughafen Fiumicino in Rom. - Foto: © ANSA / Redazione Telenews
„Alitalia gerät erneut unter Staatsbesitz, dabei handelt es sich um eine Airline, die in 74 Jahren nie Gewinne geschrieben hat“, so O'Leary im Interview mit „Euronews“.

„Ryanair ist derzeit Italiens stärkste Fluggesellschaft, EasyJet besetzt Platz 3. Wir verlangen keine Staatshilfen, doch wir würden gern, dass Italien die Steuern für Fluggesellschaften drückt, statt Alitalia Staatshilfen zu gewähren“, sagte O'Leary. Alitalia sei von Staatshilfen abhängig, wie ein Rauschgiftsüchtiger von „Crack oder Kokain“.

O'Leary sparte nicht mit Kritik an Lufthansa und an Air France. Auch die beiden Fluggesellschaften verglich er mit Drogensüchtigen, die von Subventionen abhängig seien.

Die neue Alitalia unter staatlicher Kontrolle, die im Juni entstehen soll, wird bei den derzeit rund 11.000 Jobs bei der Airline kürzen müssen. Ziel sei es unter anderem, schrittweise Langstreckenflüge auszubauen, verlautete aus Regierungskreisen. Außerdem soll der Cargobereich ausgebaut werden.

apa