Hinter dieser Entscheidung stehen nicht nur die hohen Flughafengebühren und Steuern, die einige Strecken wirtschaftlich unrentabel machen, sondern auch geopolitische Schwierigkeiten, mit denen die Airline in bestimmten Märkten konfrontiert ist.<h3> Die Städte, die Ryanair nicht mehr anfliegt</h3>Die Streichungen bei Ryanair begannen im Januar 2026, als die Airline den Flughafen Vigo in Spanien verließ. Im März 2026 verabschiedete sie sich von Amman in Jordanien, von Asturien in Spanien, von Clermont-Ferrand in Frankreich sowie von Ponta Delgada und Terceira auf den Azoren in Portugal. Im August war Rodez in Frankreich an der Reihe. In diesem Monat, Oktober, sollen nun die Flüge nach Bodrum und Dalaman in der Türkei, nach Kalamata und Volos in Griechenland sowie nach Niš in Serbien gestrichen werden. Den Abschluss der Liste bildet die deutsche Stadt Bremen, die Ryanair ab März 2027 nicht mehr anfliegen wird.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1373793_image" /></div> <BR /><BR />Obwohl die Fluggesellschaft allein im Jahr 2026 durchschnittlich 3.272 Flugbewegungen pro Tag verzeichnete und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr, reichte dies offenbar nicht aus, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden.<h3> Die Strategie von Ryanair</h3>Kostensenkungen und die Möglichkeit, wettbewerbsfähige Flugpreise anzubieten: Auf diesen Grundsätzen beruht die Strategie von Ryanair. Wenn die Strecken die Erwartungen nicht erfüllen, sieht sich die Fluggesellschaft deshalb gezwungen, die Flugfrequenz zu reduzieren oder den jeweiligen Flughafen vollständig aufzugeben.<BR /><BR />Die jüngst angekündigten Streichungen bedeuten allerdings nicht, dass alle betroffenen Strecken Verluste einbrachten. Vielmehr erzielten sie lediglich geringere Erträge als erwartet.<BR /><BR />Darüber hinaus nutzt Ryanair häufig ihre starke Marktposition, um Druck auf Flughäfen und Regierungen auszuüben. Die Einstellung von Flügen hat schließlich spürbare wirtschaftliche Folgen. Daher erweist sich diese Strategie häufig als wirksames Mittel, um günstigere Flughafengebühren auszuhandeln.