Mittwoch, 22. November 2017

SAD: Heute wird erneut gestreikt

Knapp 2 Wochen sind seit dem letzten Streik vergangen, für den heutigen Donnerstag haben die Gewerkschaften wieder einen 24-stündigen Streik ausgerufen.

Badge Local
Foto: © STOL

Erst am Freitag, 10. November hatte das SAD-Personal für 24 Stunden seine Arbeit niedergelegt (STOL hat berichtet). Wie die SAD-Nahverkehr AG am Dienstag mitteilte, hatten sich 101 von 367 Mitarbeiter sowohl am nationalen Streik sowie am Betriebsstreik beteiligt.

Für Donnerstag haben die Gewerkschaften AGB-Transporte, SGB-Transporte, UILTRASPORTI, ASBG, Or.S.A. Eisenbahnen und USB erneut einen 24-stündigen Streik im öffentlichen Personenverkehr des SAD-Personals ausgerufen.

Es kann daher zu streikbedingten Unzulänglichkeiten bei den SAD-Diensten kommen.

Für die außerstädtischen Busdienste, die fixen Anlagen der SAD (Standseilbahn Mendel, Seilbahn Jenesien, Seil- und Trambahn Ritten), die SAD-Fahrkartenschalter und die Werkstätte ist eine 24-stündige Arbeitsniederlegung vorgesehen.

Ausgenommen sind die Mindestdienste von 6 bis 9 Uhr sowie von 12 bis 15 Uhr. Die Dienste mit Abfahrt vor 9 Uhr und vor 15 Uhr erreichen auf jeden Fall die Endhaltestelle.

Für die Verwaltung der SAD gilt der Streik für die gesamte Tagesschicht.

Für die SAD-Bahndienste ist eine 24-stündige Arbeitsniederlegung vorgesehen, von 6 und 9 Uhr sowie von 18 und 21 Uhr werden jedoch einige Bahndienste angeboten.

Darum geht es bei dem Streik:

Wie die ASBG am Mittwoch erklärt, fordern die Transportgewerkschaften die Einhaltung der Gesetze und Verträge, ein Nein zur einseitigen Aufkündigung der Abkommen auf Betriebsebene, Schichtzeiten, die nicht länger als 12 Stunden sein dürfen sowie die Abschaffung der langen und nichtbezahlten Wartezeiten.

„In der letzten Zeit wurden die rechte der Bediensteten nicht mehr respektiert, weshalb wir geschlossen zum Streik aufrufen“, erklärt die ASGB.

Von der SAD wird außerdem Verantwortung und Glaubwürdigkeit gefordert, außerdem eine Garantie in Sachen Qualität und Sicherheit, Schutz der lokalen Beschäftigung, Neueinstellungen sowie korrekte Beziehungen durch die Einbindung des Betriebsrates sowie der Sicherheitssprecher und den Respekt der Verhandlungspartner.

Um diese Forderungen zu betonen, wird neben dem Streik am Donnerstag um 16 Uhr eine Kundgebung am Busbahnhof stattfinden.

stol

stol