Am 14. Dezember haben die SAD-Bediensteten für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Es war dies der bereits 5 Streik seit 29. September.Für neue Streiks: Prozedur erneuertWer gehofft hat, dass es damit im Neuen Jahr ein Ende hat, wird wohl enttäuscht werden. „Wir haben am Montag bereits einen Termin beim Regierungskommissariat, um die Prozedur zu erneuern“, berichtet ASGB-Fachsekretär Richard Goller auf Nachfrage von STOL. Das sei nötig, um auch weiterhin streiken zu dürfen.Denn: Bis 7. Jänner herrscht Streikverbot. „Aber wir sind dran, wie sie sehen. Und unsere Leute würden gar Strafen in Kauf nehmen“, so Goller. Der Grund: „Kein einziges bisschen an Entgegenkommen, nicht einmal eine Einladung zu einem Gespräch.“Eigentlich hätte es unter Zusicherung von Landesrat Florian Mussner ja fünf Treffen von Gewerkschaften und SAD-Führung geben sollen. Über ein gescheitertes Treffen kam man aber nicht hinaus. „Die Thematik kam überhaupt noch nicht auf den Tisch“ poltert Goller.Besser oder schlechter als im Rest Italiens?Stattdessen ging auch die SAD mit Direktor Mariano Vettori in die Offensive und an die Öffentlichkeit. Die getätigten Aussagen: ein Hohn für für SAD-Bediensteten „und der arrogante Auftritt einfach nicht mit anzusehen“, wettert Goller.Vor allem die Aussage Vettoris, in Südtirol würde man weniger arbeiten und mehr verdienen als im Rest Italiens, stößt dem Fachgewerkschafter sauer auf. „Die Zug-Bediensteten bei der SAD verdienen nachweislich 300-400 Euro weniger als jene bei der Trenitalia“, so Goller. Natürlich führe das zu Unmut.Zudem sei die Produktivität in Südtirol im Vergleich viel höher. Schon allein die Tatsache, dass in Trient 72 Ruhetage vorgesehen seien und hierzulande 52 sei ein weiteres Indiz.An einen Tisch, um zu verhandelnTrotz allen Differenzen will Goller an den Verhandlungstisch. „Wir verstehen, dass wir nicht von heute auf morgen 400 Euro mehr verdienen können, aber mit einer Kompensation können wir schon mal leben“, sagt Goller. Auch hofft der Fachgewerkschafter, dass sich die Landesregierung endlich in den Streit einschaltet, anstatt die Briefe einfach weiterzuleiten. Eine klare Botschaft geht dahingehend an Landesrat Florian Mussner. Neue Streiks ab Jänner?Sollte sich nichts dergleichen tun, bleibt nur eines: Sofort nach Dreikönig, am 7. oder 8. Jänner, will man sich bei der Gewerkschaft zusammensetzen, um neue Streiks anzugehen.stol/ker