<P><p class=" text-left">Zum zweiten Mal haben SAD und Libus dem Land ein neues Public-private-Partnership-Projekt vorgeschlagen. Ein besseres Projekt, wie SAD-Nahverkehr AG und das Konsortium der Linienbusunternehmer Südtirol schreiben. Immerhin handelt es sich beim öffentlichen Nahverkehr um ein Milliardengeschäft.</p><p class=" text-left"><b>Im Februar die Absage</b></p><p class=" text-left">Das erste gemeinsame Angebot hatte die Landesregierung abgelehnt. Der Vorschlag sei nicht annehmbar, etwa aufgrund der Vertragsdauer von 15 Jahren und des Vergütungsmodells – lediglich SAD und Libus würden dadurch verdienen, hieß es Anfang Februar. </p><p class=" text-left">Am Montag haben beide Dienstleister ein neues Projekt eingereicht.</p><p class=" text-left"><b>„Mit wesentlichen Dialoggruppen abgestimmt“</b></p><p class=" text-left">„In den vergangenen Wochen haben SAD und Libus am ursprünglichen Konzept weiter gearbeitet und sich mit wesentlich betroffenen Dialoggruppen abgestimmt“, hielten SAD und das Konsortium fest.</p><p class=" text-left">Das Ziel sei, so die Antragsteller, eine „hohe Qualität für die Fahrgäste, größtmögliche Flexibilität für das Land und eine beachtliche Gesamtwertschöpfung für Südtirol durch Betriebe, die insgesamt mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigen.“<b> </b>Für die Dienstleister sei es deshalb wichtig gewesen, die Anregungen aus ganz unterschiedlichen Gruppen zu berücksichtigen: der Bediensteten im Nahverkehr, der Pendler und auch der Gemeinden.</p><p class=" text-left">„Dazu wurde das PPP-Projekt mit ASGB, lvh, Verbraucherzentrale Südtirol und Gemeindenverband besprochen und ihre Ideen und Vorschläge dazu eingeholt“, liest man in der gemeinsamen Stellungnahme.</p><p class=" text-left"><b>Lanz: „Unmut und Ärger sind groß“</b></p><p class=" text-left">Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) scheint davon aber nichts zu wissen - prompt folgte die Replik.</p><p class=" text-left">„Unmut und Ärger sind groß“, lässt Verbandspräsident Gert Lanz die Medien am Dienstag wissen. „Eines ist klar: Der lvh und seine 600 Mietwagen- und Busunternehmen wurden weder über das Vorhaben informiert, noch miteinbezogen“, unterstreicht Lanz.</p><p class=" text-left"><b>„Sind kein Spielball“</b></p><p class=" text-left">„Als Interessensvertreter dieser Wirtschaftssparte lassen wir uns nicht zum Spielball von einigen wenigen Interessen machen“, wird Lanz deutlich. Es sei respektlos, diese 600 Betriebe bei so einem Großprojekt außen vor zu lassen.</p><p class=" text-left">Die lvh-Spitze fordert nun von Libus und SAD konkret in das Projekt mit „derselben Professionalität, wie wir sie täglich unseren Kunden und Partnern entgegenbringen“ einbezogen zu werden.</p><p class=" text-left">stol/aw</p></P>