Montag, 23. Januar 2017

Samsung hat Brandursache des Note 7 geklärt

Der Smartphone-Marktführer Samsung hat die Brände bei seinem Vorzeigegerät Galaxy Note 7 auf Design- und Produktionsfehler bei den Batterien zurückgeführt.

Foto: © APA

Das teilte das südkoreanische Technologieunternehmen am Montag mit. Probleme mit der Hardware und Software des Telefons schloss es hingegen aus.

„Wir haben verschiedene Korrekturmaßnahmen vorgenommen, um sicherzustellen, dass dies nicht mehr passiert“, erklärte der Konzern, der sich zugleich bei den Kunden entschuldigte.

Das Unternehmen übernehme die Verantwortung für „unser Versagen, die Probleme beim Batterie-Design und beim Produktionsprozess vor der Markteinführung des Note 7 zu erkennen und bestätigen“, sagte der Leiter der Smartphone-Sparte, Koh Dong-jin, in Seoul.

Milliardenhohe Verluste

Samsung hatte mit dem Telefon, das gegen Apples iPhone 7 antreten sollte, ein für die Branche beispielloses Debakel erlebt. Die Verluste im operativen Geschäft bezifferten die Südkoreaner auf 5,3 Milliarden Dollar (etwa 4,9 Milliarden Euro).

Nach ersten Bränden hatte Samsung im September zunächst eine Austauschaktion eingeleitet. Nachdem aber auch vermeintlich sichere Ersatzgeräte in Brand gerieten, stellte das Unternehmen die Produktion und den Verkauf des Modells komplett ein.

Es folgten Klagen von Verbrauchern unter anderem in den USA und Südkorea. Bisher seien 96 Prozent von etwa drei Millionen „verkauften und aktivierten Geräten“ zurückgegeben worden, hieß es.

Bald kommt Galaxy S8

Fast 700 Experten hätten bei der monatelangen Ursachenforschung mehr als 200.000 Smartphones und mehr als 30.000 Batterien getestet.

Mit der Fehleranalyse und der Veröffentlichung setzt Samsung auch darauf, verloren gegangenes Vertrauen bei den Kunden zurückzugewinnen, bevor sein nächstes Flaggschiff-Modell, das Galaxy S8 vorgestellt wird.

apa/dpa/afp

stol