Seit gestern Abend und bis zum 14. Oktober wird auf der Luegbrücke der Straßenbelag saniert <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/panorama/ab-heute-stau-auf-der-fahrt-nach-innsbruck-vorprogrammiert" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier lesen Sie mehr dazu)</a>. Die Nordtiroler Autobahn-Seite kann in diesem Abschnitt nur einspurig passiert werden – noch dazu nur mit 40 Stundenkilometern. Ab 1. Jänner 2025 soll dieser Zustand dann für mindestens 2 Jahre der Normalfall sein.<BR /><BR />Das könnte für den Südtirol-Tourismus zu einer Katastrophe werden, warnt der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger, im Gespräch mit STOL. <h3> Verlagerung des Verkehrs zum Vinschgau hin</h3>„Wir sind jetzt schon auf Nadeln.“ Pinzger rechnet damit, dass es durch die Sanierungsarbeiten zu einer Verkehrsverlagerung komme: Dass viele Urlauber also statt über die Brenner-Route über den Reschenpass fahren. „Dabei ist es so, dass der Vinschgau jetzt schon stark unter dem Durchzugsverkehr zu leiden hat“, so der HGV-Präsident. <BR /><BR />Noch schlimmer für den Tourismus: „Viele Urlauber werden wegen der schwierigen Erreichbarkeit gar nicht nach Südtirol kommen und beispielsweise in Nordtirol ihren Urlaub verbringen“, prognostiziert Pinzger. <h3> Fehlende Abstimmung</h3>Was ihn ärgert ist, dass es keine Abstimmungen gebe: „So hätte man die derzeitigen Sanierungsarbeiten auch im November durchführen können, also in der touristischen Nebensaison.“ <BR /><BR />Was die Komplett-Sanierung im Jahr 2025 betrifft, so werde man bis dahin die Südtirol-Urlauber noch stärker dafür sensibilisieren müssen, den Zug zu benutzen, so Pinzger. Dafür brauche es aber „endliche eine bessere Abstimmung“ zwischen den italienischen, deutschen und österreichischen Bahnen. „Zudem wird diese Maßnahme nur einen Teil des Urlauber-Verkehrs auffangen können.“ <h3> Südtirols Erreichbarkeit derzeit schon nicht die beste</h3>Und eigentlich, so der HGV-Präsident, sei es jetzt schon so, dass die Brennerautobahn eigentlich nur einspurig befahrbar sei: „Die zweite Fahrbahn ist mehr oder weniger durchgehend vom Lkw-Verkehr blockiert.“<BR /><BR /> Wenn die zweite Spur dann auch noch über Jahre durch Sanierungsarbeiten blockiert werde, dann sei dies für den Tourismus eine Katastrophe. <BR /><BR />Auch der A22-Präsident Hartmann Reichhalter spricht von einer verkehrstechnischen Katastrophe, die da auf Südtirol zukomme <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vorgeschmack-auf-drohendes-verkehrschaos" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Lesen Sie hier mehr dazu).</a><BR />