Dienstag, 30. Januar 2018

SAP-Chef: Trumps Steuerreform ist sehr positiv fürs Wachstum

Der Chef des Softwareriesen SAP, Bill McDermott, zieht rund ein Jahr nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump eine positive Bilanz. „Es gibt keine Zweifel, dass die Steuerpolitik von Trump sehr positive Auswirkungen auf Wachstum und Fortschritt in den Vereinigten Staaten hat“, sagte McDermott am Dienstag in Walldorf im Gespräch mit Reuters.

Der Chef des Softwareriesen SAP begrüßt Trumps Steuerreform.
Der Chef des Softwareriesen SAP begrüßt Trumps Steuerreform. - Foto: © LaPresse

Zugleich wandte er sich gegen den Eindruck, dass neue Handelsbarrieren aufgebaut würden. In Davos sei es darum gegangen, wie man Zusammenarbeit in einer gespaltenen Welt erreichen könne. „Wir erleben gerade, wie das Umfeld immer unternehmens- und wachstumsfreundlicher wird. Besser geht es nicht.“

Das wiederum führe dazu, dass Unternehmen neue Mitarbeiter einstellten und wiederum mehr Steuern zahlten. McDermott hatte neben anderen Chefs europäischer Großkonzerne in Davos an einem Abendessen mit Trump teilgenommen.

Der 56-jährige US-Amerikaner, der in Deutschland wie auch den USA lebt, betonte: „Wir bei SAP sind stolz auf unsere deutschen Wurzeln.“ Das Geschäft hierzulande sei „sehr solide“ und zeige nun große Fortschritte beim Übergang ins Cloud-Zeitalter. Bezüglich der Transformation in die Datenwolke sagte McDermott: „Die gute Sache ist, dass wir eine Wahl geben. Das zahlt sich aus.“

Fürs laufende Jahr kündigte McDermott, der dem Walldorfer Konzern seit 2010 vorsteht, eine Straffung der Operationen an. Unter anderem dadurch werde es möglich sein, die Marge wie angekündigt zu verbessern. „Wir sind auf sehr gutem Weg, unsere Ziele für 2020 zu erreichen.“ Der wertvollste Technologiekonzern Europas peilt unter anderem an, bis dahin den Umsatz auf 28 bis 29 Mrd. Euro zu steigern. Im abgelaufenen Jahr lagen die Erlöse bei 23,46 Mrd. Euro.

apa/reuters

stol