Mittwoch, 08. Dezember 2021

Schädling bedroht Olivenbäume: Italien setzt Spürhunde ein

Im Kampf gegen eine durch Bakterien übertragene, unbehandelbare Pflanzenkrankheit, die in den vergangenen Jahren Millionen Olivenbäume in Italien befallen hat, werden jetzt Spürhunde eingesetzt.

Millionen Olivenbäume sind  vom Bakterium Xylella Fastidiosa befallenen.
Millionen Olivenbäume sind vom Bakterium Xylella Fastidiosa befallenen. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
6 Vierbeiner wurden in der süditalienischen Region Apulien so abgerichtet, dass sie im Frühstadium die vom Bakterium Xylella Fastidiosa befallenen Bäume erkennen können.

„Xylella detection dogs“ werden die 6 Tiere genannt, die seit Juni in Apulien von Experten des Landwirtschaftsverbands Coldiretti und erfahrenen Dresseuren trainiert werden. Sie sollen bereits in den nächsten Tagen in den Feldern zwischen den Städten Ostuni und Cisternino eingesetzt werden, wo vor einem Monat beschlossen wurde, 1150 kranke Olivenbäume zu fällen.

Wegen des Pflanzenschädlings wurden allein in der süditalienischen Adria-Region Apulien 21 Millionen Olivenbäume gefällt, der Schaden wurde auf 2 Milliarden Euro beziffert. 8000 Quadratkilometer Boden wurden von dem Schädling betroffen, das entspricht 40 Prozent des Agrargebiets der Region.

Für die süditalienische Adria-Region, in der tausende Familien vom Olivenanbau leben, bedeutet das eine starke Belastung. Die Existenz vieler süditalienischer Olivenbauern ist bedroht. Bisher gibt es kein Heilmittel gegen den Krankheitserreger. Die Abholzung aller befallenen Bäume ist die einzige Lösung.

Das Bakterium Xylella fastidiosa verursacht unter anderem die Pierce-Krankheit an Rebstöcken und Zitrusfrüchten. Dabei verfärben sich die Blätter braun und es werden nur noch kleine harte Früchte gebildet. Letztlich sterben die Pflanzen ab.

apa

Alle Meldungen zu: