Mittwoch, 21. November 2018

Schicksalstage für Südtirols Raiffeisenkassen

Wohl erst am Donnerstagvormittag wird in der Finanzkommission des römischen Senats das Schicksal der Südtiroler Raiffeisenkassen beschlossen: Muss man eine Landesgruppe bilden, wie in der aktuellen Reform geplant, oder doch nur einen Haftungsverbund? Die Chancen, dass man die geplante Reform auf den letzten Metern noch ausbremsen kann, scheinen groß.

Laut aktueller Reform müssten sich die 40 Südtiroler Raiffeisenkassen zu einer einzigen Gruppe unter der Leitung der Raiffeisen Landesbank zusammenschließen.
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Laut aktueller Reform müssten sich die 40 Südtiroler Raiffeisenkassen zu einer einzigen Gruppe unter der Leitung der Raiffeisen Landesbank zusammenschließen. - Foto: © D

Hintergrund: Laut aktueller Reform müssten sich die 40 Südtiroler Raiffeisenkassen zu einer einzigen Gruppe unter der Leitung der Raiffeisen Landesbank zusammenschließen. Gleichzeitig würden die einzelnen Raiffeisenkassen viel von ihrer Autonomie einbüßen, da ein guter der Teil der Kompetenzbefugnis an die Landesbank übergehen würde.

Der Abänderungsantrag, über den in der Finanzkommission abgestimmt wird, sieht hingegen vor, dass sich die Raiffeisenkassen entscheiden können, ob sie einer Gruppe oder einem Haftungsverbund angehören wollen. Will heißen: Geht der Antrag durch, wären die Raiffeisenkassen nicht mehr gezwungen, sich zu einer Gruppe mit einer Konzernmutter zusammenzuschließen.

„Der Haftungsverbund könnte ebenso wie eine Gruppe garantieren, dass die Solidität gewährleistet ist“, sagte SVP-Senator und Vizepräsident der Finanzkommission, Dieter Steger, den „Dolomiten“ gegenüber. Zudem würde so ein Haftungsverbund ermöglichen, dass man nicht eine Aktiengesellschaft an die Spitze der Gruppe stellen muss.

D/sor

stol