Im Jahr 2011 sind die Zahlungen ohne Bargeld um vier Prozent gestiegen, geht aus einer gestern veröffentlichten Studie der Bankenvereinigung ABI hervor. Im Vorjahr hatte das Plus lediglich 1,4 Prozent betragen.Auch die Internet-Transaktionen sind in Italien immer populärer. Bei den Online-Zahlungen mit Kreditkarten wurde ein Wachstum von 27,6 Prozent gemeldet.Bei Banküberweisungen per Internet betrug das Plus 20,3 Prozent. 280 Millionen Online-Zahlungen wurden im vergangenen Jahr gemeldet, was einem Wachstum von 24 Prozent entspricht.Kredit- und Bankomatkarten werden immer häufiger eingesetztIn den Taschen der Italiener findet man immer mehr Kredit- und Bankomatkarten. Derzeit sind 82 Millionen Karten im Umlauf, sechs Prozent mehr als 2009."Elektronische Zahlungsmethoden sind in Italien immer populärer, doch ist im Vergleich zum Rest Europas immer noch zu viel Bargeld im Umlauf.Damit sind hohe Kosten verbunden", betonte ABI-Generaldirektor Giovanni Sabatini. Nur zehn Prozent der Italiener zahlen mit Kredit- oder Bankomatkarten, im Rest Europas sind es mehr als 30 Prozent.In Frankreich werden 59 Prozent der Zahlungen bar abgewickelt, in Deutschland 78, in Italien sind es über 90 Prozent, wie aus einer Studie der Banca d' Italia hervorgeht.Regierung Monti will weiter durchgreifen Die Regierung Monti hat bereits einige Schritte unternommen, um den Bargeldumlauf stark einzuschränken. So kann man Beträge über 1000 Euro nicht mehr bar bezahlen.Die Regierung überlegt noch weitere Schritte. Pläne, alle Kaufleute und Freiberufler zu zwingen, Zahlungen für Beträge über 50 Euro mit Kredit- oder Bankomatkarten anzunehmen, sorgten zuletzt für hitzige Proteste.Mit der Einschränkung des Bargeldumlaufs sollen Geldwäsche und Steuerhinterziehung bekämpft werden. Der Konsumentenschutzverband Codacons zeigt sich jedoch kritisch: "Man will alle Italiener zwingen, eine Kreditkarte zu besitzen, damit sich die Geldhäuser bereichern können."mit