<b>STOL: Herr Taschler, Sie ziehen eine endgültige Schließung des Club Max ernsthaft in Betracht?</b><BR />Felix Taschler: Wenn sich nichts ändert, dann bleibt uns irgendwann nichts anderes mehr übrig. So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Wir werden für etwas verantwortlich gemacht, wofür wir nichts können, und werden dann auch noch bestraft.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75221557_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Was genau meinen Sie damit?</b><BR />Taschler: Wenn auf dem Parkplatz eine Schlägerei stattfindet, dann ist das natürlich ärgerlich und muss unterbunden werden. Aber deshalb kann man doch nicht gleich einen Club schließen. Es ist gut, dass Gewalt und Kriminalität bekämpft werden, aber man muss dabei meiner Meinung nach anders vorgehen. Man kann nicht Unternehmen bestrafen und gleichzeitig das gesamte Nachtleben gefährden. Und ich spreche damit nicht nur für den Club Max, sondern für alle Clubbetreiber im Land. Das Nachtleben wird systematisch zunichte gemacht, wenn sich an den abrupten und für mich zum Teil nicht nachvollziehbaren Aktionen der Quästur nichts ändert.<BR /><BR /><b>STOL: Aber noch einmal zurück: Sie sagen, wenn sich nichts ändert, wird der Club Max endgültig geschlossen. Was muss sich ändern?</b><BR />Taschler: Dass man an einem Strang zieht: Wir als Clubbetreiber, die Politik und die Ordnungshüter. Man sollte sich regelmäßig an einen Tisch setzen und Maßnahmen sowie Aktionen besprechen. Es sollte keine einseitigen Maßnahmen geben. Gemeinsam ist immer besser.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75223000_quote" /><BR /><BR /><b>STOL: Glauben Sie persönlich, dass sich etwas ändern wird?</b><BR />Taschler: Wir mussten den Club jetzt für zwei Wochen schließen. Am kommenden Wochenende öffnen wir wieder – aber nur für zwei Wochen.<BR /><BR /><b>STOL: Und dann?</b><BR />Taschler: Dann werden wir den Club für vier Wochen geschlossen halten. In der Zwischenzeit werden wir sehen, ob sich etwas bewegt.<BR /><BR /><b>STOL: Sie wollen also Druck ausüben?</b><BR />Taschler: Wir wollen Aufmerksamkeit für die Probleme schaffen, mit denen Clubbetreiber konfrontiert sind. Wie gesagt: Wenn sich nichts ändert, wird es schwierig, solche Clubs wirtschaftlich zu erhalten. Und das geht letztlich zulasten der gesamten Jugendszene in Südtirol.