EU-Handelskommissar Maros Sefcovic schlug zudem in einem Brief an die EU-Finanzminister vor, die Freigrenze bereits im ersten Quartal 2026 aufzuheben. Dies wurde offenbar aufgegriffen.<BR /><BR />91 Prozent aller E-Commerce-Importe mit einem Wert von bis zu 150 Euro kamen 2024 laut Angaben der EU-Kommission aus China. Das Volumen habe sich damit seit 2023 mehr als verdoppelt - von 1,9 Milliarden auf 4,17 Milliarden Sendungen. <BR /><BR />Insgesamt wurden im Vorjahr rund 4,6 Milliarden Päckchen in die EU importiert. Die Zahl hat sich laut Kommission seit 2022 vervierfacht. Alle EU-Länder sind laut Ratsangaben für die Abschaffung der Zollfreigrenze. Sie soll auch ein Zeichen an die europäischen Händler sein.<BR /><BR />Angesichts des exponentiellen Anstiegs des E-Commerce habe die Schwelle zu unlauterem Wettbewerb für EU-Unternehmen geführt und Umweltbedenken aufgeworfen, so eine Aussendung des Rates der EU. <h3> Abschaffung der Freigrenze ist Teil einer großen EU-Zollreform</h3>Unternehmen von außerhalb der EU hätten damit einen Anreiz, Sendungen von Waren in die Union aufzuteilen, um die Zahlung von Zöllen zu vermeiden. Ein Großteil der Pakete wird zudem meist kostenlos zurückgeschickt, was zu hohem Transport- und Verpackungsaufwand führt und von Umweltschützern darum schwer kritisiert wird.<BR /><BR />Die Abschaffung der Freigrenze ist Teil einer großen EU-Zollreform, die bis Ende des Jahres fertigverhandelt sein soll. Laut Vorschlägen der EU-Kommission soll in Zukunft eine neue EU-Zollbehörde eine EU-Zolldatenplattform überwachen. <BR /><BR />Ziel ist, den Zollbehörden einen umfassenden Überblick über die Lieferketten und Produktionsprozesse der in die EU eingeführten Waren zu geben. Die Abschaffung der Zollfreigrenze soll laut dem ursprünglichen Vorschlag gelten, sobald die Datenplattform einsatzbereit ist, voraussichtlich ab Mitte 2028.