Donnerstag, 24. Januar 2019

Schmuckhersteller Pierre Lang insolvent

Von der Insolvenz des Wiener Schmuckherstellers Pierre Lang sind laut Angaben des Gläubigerschutzverbandes Creditreform 246 Dienstnehmer und rund 350 Gläubiger betroffen. Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde am Mittwoch am Handelsgericht Wien eröffnet. Die im Sanierungsverfahren zu berücksichtigenden Passiva betragen insgesamt 15,4 Millionen Euro.

Schmuck der insolventen Marke Pierre Lang. - Foto: Facebook/Pierre Lang
Schmuck der insolventen Marke Pierre Lang. - Foto: Facebook/Pierre Lang

Als Insolvenzverwalter bestellt wurde bei der Pierre Lang Europe Handelsgesellschaft m.b.H. die Rechtsanwältin Susi Pariasek und bei der Hans Andersen Ges.m.b.H der Rechtsanwalt Norbert Abel, beide aus Wien. Gläubiger können ihre Forderungen bis 19. März 2019 anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan ist für 14. Mai 2019 geplant.

„Die angebotene Sanierungsplanquote von 20 Prozent binnen 2 Jahren wird noch auf die Angemessenheit zu überprüfen sein. Den Gläubigern muss jedenfalls eine Barquote bezahlt werden”, verlangt Creditreform-Insolvenzexperte Stephan Mazal am Donnerstag.

Antrag auf Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung 

Pierre Lang Schmuck wird durch Hunderte selbstständige Stylistinnen in Österreich vertrieben. In insgesamt 10 Ländern vertreiben 6100 Stylistinnen den Modeschmuck. Die Insolvenzverfahren betreffen nicht die Vertriebsgesellschaften im Ausland.

Wie berichtet haben 2 Kerngesellschaften der Gruppe ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Die 1984 geschaffene Marke ist auch in Deutschland, Schweiz, Italien, England, Luxemburg, Frankreich, Polen und Tschechien vertreten. Die Anträge auf Insolvenzeröffnung wurden bereits am 22. Jänner eingebracht.

apa

stol