<BR /><b>Kerngeschäft der Schoeller Group, mit dem die Unternehmensgruppe groß wurde, ist die Verpackungsindustrie. Warum hat man sich entschlossen, auch in Immobilien zu investieren?</b><BR />Christoph Schoeller: Wir sind nicht nur in der Verpackungsindustrie. Wir haben zwar damit begonnen, sind dann aber auch sehr stark in die Logistik gegangen. Wir erfanden zum Beispiel das hochkomplexe IFCO-Logistiksystem. Und es ist logisch, dass, wenn ein Familienunternehmen, wie wir es sind, wächst, früher oder später auch über Immobilien nachgedacht und in sie investiert wird, und zwar vom Bestandsaufbau bis zur Entwicklung.<BR /><BR /><b>Wann hat man sich für diesen Schritt entschlossen?</b><BR />Schoeller: Wir haben uns dazu vor 10 bis 15 Jahren entschlossen und haben auch begonnen, signifikant zu entwickeln und zu investieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1024401_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><b>In welche Projekte zum Beispiel?</b><BR />Schoeller: Aus unserer Sicht – natürlich nicht in diesen Dimensionen wie der WaltherPark – ist das Projekt Erlanger-Höfe in Erlangen bei Nürnberg eine große Entwicklung. Dabei handelt es sich um einen großen Wohnkomplex.<BR /><BR /><b>Investiert die Schoeller Group auch in Projekte außerhalb Deutschlands?</b><BR />Schoeller: Ja, unter anderem auch in der Schweiz und in Österreich. In Tirol investieren wir im Premium-Bereich im obersten Segment, was Privathäuser betrifft. Ein Segment, das zum Glück nicht leidet, und dort sind wir auch sehr erfolgreich. Wir haben auch einen großen Bestandsaufbau in Wohnungen, auch im sozialen Bereich. Natürlich ist aber der Kauf der 3-Signa-Immobilien in Italien nun die prominenteste Entwicklung.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64577975_quote" /><BR /><BR /><BR /><b>Das Luxushotel Bauer in Venedig und in Bozen die Projekte Viva-Virgolo und der WaltherPark gehören nun Ihnen. Was war am Kaufangebot des WaltherParks attraktiv?</b><BR />Schoeller: Zunächst verbindet mich mit Herrn Hager eine langjährige Partnerschaft und ich habe deshalb sehr viel Vertrauen in das, was uns über das Projekt gesagt wurde. Der WaltherPark passt in alle unsere Kriterien einer guten Entwicklung, in Kombination natürlich mit der Lage. Wir empfinden Bozen als eine extrem relevante und gute Region für so eine Entwicklung. Das ist eine Zukunftsregion und sie liegt jetzt nicht irgendwo weit weg.<BR /><BR /><b>Gibt es Änderungen am Projekt selbst?</b><BR />Schoeller: Nein, dafür ist es auch zu spät. Nächstes Jahr im Frühjahr soll der Park eröffnet werden. Aber es ist auch nicht so, dass wir welche hätten. Wir haben uns das Projekt genauestens angeschaut und finden, dass das alles sehr gut durchdacht wird – auch im Sinne der Nachhaltigkeit, was den Werten unseres Unternehmens entspricht.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1024404_image" /></div> <BR /><b>Das Hotel im WaltherPark-Komplex ist aber nicht an Sie übergegangen?</b><BR />Schoeller: Genau, das ist im Besitz von Herrn Hager. Das wurde vorher an ihn verkauft und bleibt es auch.<BR /><BR /><b>Hat das Unternehmen vor, weitere Projekte in Südtirol zu entwickeln?</b><BR />Schoeller: Das ist nicht auszuschließen. Südtirol ist eine attraktive Region.