Dienstag, 05. Januar 2021

Schönheitspfleger: „Kein weiterer Tag mit geschlossenen Türen möglich“

Die Verordnung bezüglich der Weihnachtsfeiertage läuft am morgigen Mittwoch aus. Der lvh fordert erneut die Wiedereröffnung der Betriebe im Bereich der Schönheitspflege. „Die nächste Schließung wäre das Ende für viele Südtiroler Kleinstbetriebe“, betont Karin Ploner, Obfrau der lvh-Schönheitspfleger.

Die Schönheitspflegeberufe warnen vor einer erneuten Schließung.
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Die Schönheitspflegeberufe warnen vor einer erneuten Schließung. - Foto: © lvh
Beinahe 4 Monate mussten die Südtiroler Schönheitspfleger im Jahr 2020 ihre Arbeit niederlegen. Die Betriebe waren immer die ersten, die schließen mussten und gehörten zu den Schlusslichtern, wenn es um die Wiedereröffnung ging. Nur durch das massive Einschreiten des lvh Wirtschaftsverbandes Handwerk und Dienstleister konnten noch längere Schließungen verhindert werden.

„Es wäre finanziell nicht tragbar, wenn die Betriebe am Donnerstag nicht öffnen dürfen. Eine weitere Schließung wäre sogar das Ende für viele Südtiroler Kleinstbetriebe in dieser Branche. Als Frauen und Mütter können wir nicht an dieser Arbeit festhalten, wenn wir sie nicht ausüben und nicht davon leben können – so sehr wir sie auch lieben“, appelliert Karin Ploner, Obfrau der lvh-Schönheitspfleger.

„Und dabei geht es nicht nur um die Existenz zahlreicher kleiner Betriebe, sondern auch um die Gesundheit vieler Bürger. Wir bieten wichtige Dienstleistungen, die zur Gesunderhaltung beitragen, wie die Fußpflege von älteren Menschen, Diabetikern und Personen mit Beeinträchtigungen“, so Ploner weiter.

Die kürzlichen Schließungen der Schönheitspflege-Betriebe seien laut Ploner nicht begründbar: „Wir arbeiten schon seit jeher mit sehr hohen Hygienevorschriften, die aufgrund von Covid-19 nochmals verschärft wurden. Die Sicherheit für Kunden und Schönheitspfleger ist auf alle Fälle gewährleistet.“

„Wir sind Kleinstbetriebe und werden folglich oft übersehen. Die Politik muss einsehen, dass sehr viele Betriebe auf Messers Schneide stehen. Wir müssen jetzt die Chance zum Arbeiten erhalten, ansonsten wird es für viele zu spät sein“, betont Ploner.

stol