Mittwoch, 08. April 2020

Schritt für Schritt wieder Arbeit aufnehmen

Nach mehreren Wochen des Stillstandes wird nun vermehrt der Ruf nach der Rückkehr zur Normalität und vor allem die Rückkehr zur Arbeit laut. Der lvh-Präsident Martin Haller betont dabei: „Das Virus darf nicht unterschätzt werden, deshalb muss eine Wiederaufnahme der Arbeiten schrittweise und gut geplant erfolgen. Arbeit und Sicherheit schließen sich aber nicht aus.“

Hubert Gruber, Baugruppenobmann im lvh.
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Hubert Gruber, Baugruppenobmann im lvh. - Foto: © lvh
Gesellschaft und Wirtschaft können es kaum erwarten, zum normalen Leben und zum Arbeitsalltag zurückzukehren. Sowohl Unternehmer als auch Mitarbeiter hoffen, dass auf staatlicher und lokaler Ebene bald die entsprechenden Entscheidungen diesbezüglich getroffen werden.

„Jene Betriebe, die bereits seit 2 Monaten stillstehen, drängen natürlich auf eine Wiedereröffnung. Daran ist schließlich das Fortbestehen ihrer Betriebe gebunden und die Unternehmer fühlen sich verantwortlich für ihre Mitarbeiter“, erklärt Martin Haller, Präsident des Wirtschaftsverbands Handwerk und Dienstleister (lvh).

Nun erwarten aber auch alle anderen Sektoren, dass bald der Anpfiff zum Produktivitätsstart erfolgt. So zum Beispiel die Baubranche, welche auf eine schrittweise Wiedereröffnung der Baustellen hofft. „Uns ist klar, dass eine Rückkehr zur Arbeit sehr gut geplant erfolgen muss. Wir sind aber überzeugt, dass wir die Arbeitsausführungen unter strengster Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen ausführen können“, unterstreicht Baugruppenobmann im lvh, Hubert Gruber.

Und weiter sagt Gruber:„Wenn es zu einer Verlängerung der Arbeitseinschränkungen kommt, könnte dies für den einen oder anderen Betrieb problematisch werden. Vielmehr wird die zukünftige Herausforderung darin bestehen, mit dem Virus lernen zu arbeiten und zu leben.“

Videokonferenz mit Landeshauptmann Kompatscher

Am gestrigen Dienstag fand eine Videokonferenz mit Landeshauptmann Arno Kompatscher statt, bei der speziell über dieses Thema gesprochen wurde. „Ich bin auch überzeugt, dass die Wiederaufnahme der Arbeiten der beste Weg wäre, den Wirtschaftsmotor wieder zu starten. Leider können wir derzeit noch nicht sagen, wann dies genau sein wird“, betonte Kompatscher.

Der Landeshauptmann bekräftigte allerdings, dass er sich für den baldmöglichsten Start der Arbeit und die Öffnung der Baustellen in Südtirol einsetzen werde. Diesbezüglich arbeitet das Land eng mit dem lvh zusammen, um Möglichkeiten auszuloten, welche das Arbeiten wieder ermöglichen. „Wir sind bereit, alle Sicherheitsbedingungen zu erfüllen, damit der Wirtschaftskreislauf langsam wieder hochgefahren werden kann“, betont Haller.

stol