Mittwoch, 11. Oktober 2017

Schulden auf Rekordhoch – was tun?

Eines der größten Probleme Italiens ist sein riesiger Schuldenberg, der erst wieder ein Rekordhoch erreicht hat. Und jedes Jahr kommen neue Schulden dazu. Auch für 2018 ist kein ausgeglichener Haushalt in Sicht.

Eines der größten Probleme Italiens ist sein riesiger Schuldenberg.
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Eines der größten Probleme Italiens ist sein riesiger Schuldenberg. - Foto: © shutterstock

Kommende Woche wird die Regierung Gentiloni den Entwurf für das Haushaltsgesetz verabschieden. Eines der Sorgenkinder sind  wie so oft die Staatsschulden. Denn der Schuldenberg, den Italien zurzeit schultern muss, hat im Juli 2300 Milliarden Euro erreicht – so viel wie noch nie. Tendenz: weiter steigend – weil auch für die nächsten beiden Jahre ein Defizit und somit eine Neuverschuldung vorgesehen ist. So ist für das kommende Jahr ein Defizit von 1,87 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) veranschlagt. Ein ausgeglichener Haushalt sollte erst im Jahr 2020 erreicht werden.

Verglichen mit der jährlichen Wirtschaftsleistung, die für heuer auf 1700 Milliarden  Euro geschätzt wird, beträgt die Staatsschuldenquote Italiens rund 132 Prozent des BIP. Das ist also mehr als doppelt so hoch, wie das vom Maastricht-Vertrag vorgesehene Limit von 60 Prozent. Einen größeren Schuldenberg hat in Europa nur Griechenland (181 Prozent des BIP).

Und dennoch fordern auch heuer wieder etliche Parteien, eine höhere Neuverschuldung zuzulassen.

Wie Italien mit dem Problem umgehen will, weshalb es nicht mit einer Unterstützung Deutschlands rechnen kann und weshalb ein Austritt aus der EU auch keine Lösung ist, lesen Sie im aktuellen „WIKU“.

D/stol

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe lesen Sie im Wiku, Beilage der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol