Sonntag, 17. Juli 2016

Schuldenstand der Tiroler Gemeinden steigt auf 814,6 Mio. Euro an

Der Schuldenstand der 279 Tiroler Gemeinden ist nach 790,5 Mio. Euro (2014) auf 814,6 Mio. Euro im vergangenen Jahr angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Finanzlage der Tiroler Kommunen hervor, der am Sonntag veröffentlicht worden ist.

Tirols Landeshauptstadt Innsbruck musste sich 2015 20 Millionen Euro "pumpen".
Tirols Landeshauptstadt Innsbruck musste sich 2015 20 Millionen Euro "pumpen". - Foto: © shutterstock

Der durchschnittliche Verschuldungsgrad ist aber gesunken, so Landesrat Johannes Tratter. Der bisherige Verschuldungs-Höchststand wurde im Jahr 2009 mit 818 Mio. Euro erreicht. Im Hinblick auf die Darlehen wies Tratter darauf hin, dass Innsbruck im vergangenen Jahr zur Finanzierung notwendiger Großprojekte 20 Mio. Euro habe aufnehmen müssen. Ein großer Teil der bestehenden Schulden der Tiroler Gemeinden betreffe zinsgünstige Kredite für den Ausbau der Wasserversorgung oder für die Abwasserbeseitigung.

Durchschnittlicher Verschudlungsgrad sinkt

Der durchschnittliche Verschuldungsgrad sank im vergangenen Jahr auf 29 Prozent, dabei haben laut Tratter speziell jene Kommunen Fortschritte gemacht, die zuvor stark (Verschuldungsgrad von über 50 Prozent) oder voll (über 80 Prozent) verschuldet waren.

Kräfte sollen gebündelt - Synergien genutzt werden

"Zu dieser Gruppe zählte im Jahr 2015 nur mehr jede vierte Gemeinde, 2014 jedoch noch fast jede dritte Gemeinde", so der Landesrat. 2009 bzw. 2010 war noch beinahe jede zweite Gemeinde stark oder voll verschuldet gewesen. Der Anteil der schuldenfreien, lediglich gering und mittelmäßig verschuldeten Gemeinden stieg im Vorjahr auf 74 Prozent an.

Tratter hob dabei den immer stärker werdenden Trend zur Zusammenarbeit hervor. "Das Bündeln von Kräften und die gemeindeübergreifende Umsetzung größerer Vorhaben stärkt die Finanzkraft aller beteiligten Gemeinden. Dieser Ansatz wird daher künftig noch zu forcieren sein", unterstrich der Landesrat.

apa

stol