Dienstag, 19. Oktober 2021

Schutzhüttenbetreiber: Saison besser als 2020, aber schlechter als 2019

Kurz vor Abschluss der Bergsaison und bevor die letzten Schutzhütten im Mittelgebirge Anfang November schließen, wollte die Fachgruppe Schutzhütten Südtirol des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) genauer wissen, wie die diesjährige Saison verlaufen ist.

Die Büllelejochhütte in Sexten.
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Die Büllelejochhütte in Sexten. - Foto: © HGV
„Gerade im Hochsommer gab es speziell an den Wochenenden viele Regentage, die sich auf den Umsatz ausgewirkt haben. Die schönen Tage im September und Oktober haben dann wieder vieles wettgemacht, sowohl bei den Tagesgästen als auch bei den Übernachtungsgästen“, weiß Fachgruppenvorsitzender Stefan Perathoner, Wirt im Schutzhaus Tierser Alpl, zu berichten.

Rund 80 Prozent der befragten Schutzhüttenbetreiber berichteten von höheren Umsätzen im Vergleich zum Sommer 2020. Eine Zunahme haben die Hüttenwirte sowohl bei den Tagesgästen als auch bei den Nächtigungen festgestellt, wobei die Nächtigungsanzahl von 2019 noch weit entfernt liegt.

„Insgesamt zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung, trotz der diversen Corona-Auflagen in den Schutzhütten“, unterstreicht Perathoner.

Die Umfrage hat außerdem ergeben, dass die Covid-19-Auflagen mit einem gewissen Aufwand für die Schutzhütten verbunden waren.

„Rund 90 Prozent der Befragten Mitglieder gaben an, dass sich die Gäste großteils daran gehalten haben, was die Arbeit für die Hüttenbetreiber vereinfacht hat“, unterstreicht Perathoner.

Schließlich wollte die Fachgruppe in Erfahrung bringen, inwiefern das Thema der Nachhaltigkeit auf einer Schutzhütte eine Rolle spielt. Fast alle Befragten unterstrichen die Relevanz dieses Themas und berichteten von diversen umgesetzten Maßnahmen, wie den Verzicht auf Plastik, stärkerer Einsatz von lokalen Produkten und Maßnahmen zur Müllreduzierung.

Eine letzte Frage beschäftigte sich mit der Mitarbeitersuche. „Diese gestaltete sich auch am Berg schwieriger als bisher. Es gab somit keine Unterschiede zu den Betrieben im Tal“, fasste Perathoner die Mitarbeitersituation zusammen.

stol

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