Dienstag, 30. Juli 2019

Schwächen im Agrargeschäft überschatten Jahresziele von Bayer

Schwierigkeiten im Agrargeschäft machen Bayer zu schaffen. Der Ausblick für das laufende Jahr sei deshalb zunehmend ambitioniert, teilte das deutsche Unternehmen am Dienstag mit.

Schwierigkeiten im Agrargeschäft machen Bayer zu schaffen.
Schwierigkeiten im Agrargeschäft machen Bayer zu schaffen. - Foto: © shutterstock

Noch rechnet Bayer für 2019 aber mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa 4 Prozent auf rund 46 Mrd. Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns auf rund 12,2 Mrd. Euro.

Im zweiten Quartal bekam Bayer in seinem Agrargeschäft, das durch die Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto im vergangenen Jahr deutlich ausgebaut worden war, extreme Wetterbedingungen zu spüren. Belastend wirkten sich die Überschwemmungen und starke Regenfälle im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in weiten Teilen Europas und in Kanada aus. Kräftige Zuwächse verbuchte Bayer dagegen im Pharmageschäft. Insgesamt erhöhte sich der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) um rund ein Viertel auf 2,927 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg währungs- und portfoliobereinigt um knapp ein Prozent auf 11,485 Mrd. Euro.

Überschattet wird das Tagesgeschäft von der Klagewelle wegen des von Monsanto entwickelten Unkrautvernichters Glyphosat. Inzwischen sieht sich Bayer wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids mit 18.400 Klägern in den USA konfrontiert, rund 5.000 mehr als zuletzt.

apa/reuters

stol