Donnerstag, 25. August 2016

Schweiz: Umsatzeinbüßen in Industrie und Bau

Die Schweizer Industrie und das Baugewerbe haben im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich weniger umgesetzt und produziert. In der Industrie ging die Produktion vorläufigen Zahlen zufolge um 1,2 Prozent zurück, der Umsatz um 2,3 Prozent.

Umsatzeinbußen wurden bei Datenverarbeitungsgeräten, Uhren und Fahrzeugen verzeichnet.
Umsatzeinbußen wurden bei Datenverarbeitungsgeräten, Uhren und Fahrzeugen verzeichnet. - Foto: © shutterstock

Am deutlichsten waren die Umsatzeinbußen bei Datenverarbeitungsgeräten und Uhren, wie aus der Produktions-, Auftrags- und Umsatzstatistik des sekundären Sektors hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) heute, Donnerstag, veröffentlichte. Das Minus betrug 9,1 Prozent. Die Branche leidet unter schwindenden Exporten.

So schwächelt die Nachfrage im lange wichtigsten Exportmarkt Hongkong. Und wegen Terrorsorgen oder erschwerten Visa-Bestimmungen kommen weniger asiatische Touristen nach Europa.

Mehrere Branchen betroffen

Auch der Fahrzeugbau setzte 7,9 Prozent weniger um, die Herstellung von Textilien und Bekleidung 5,9 Prozent. Als einzige Branche verzeichnete die Pharmaindustrie ein Plus, es betrug 3,6 Prozent.

Das Baugewerbe produzierte und verkaufte um 4,1 Prozent weniger. Das Umsatzminus war vor allem beim Tiefbau mit 4,5 Prozent deutlich, im Hochbau sanken die Verkaufserlöse um 0,6 Prozent.

Die Produktion im gesamten sekundären Sektor nahm um 1,6 Prozent ab, der Umsatz um 2,6 Prozent. Im ersten Quartal war die Produktion noch zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren angestiegen, wobei damals die Vergleichsperiode aufgrund des Frankenschocks sehr schwach ausgefallen war.

apa/sda

stol