Freitag, 26. Mai 2017

Schweizer Uhrenindustrie steckt in einer strukturellen Krise

Die Probleme der Schweizer Uhrenindustrie sind tiefgreifend: Sie stecke in einer strukturellen Krise, sagt Pierre-Olivier Chave, Präsident der Uhrenzulieferin PX Group aus La-Chaux-de-Fonds.

Die Bastion der Schweizer Wirtschaft kriselt
Die Bastion der Schweizer Wirtschaft kriselt - Foto: © shutterstock

Die Schwierigkeiten sind langanhaltender als in früheren Krisen. Die aktuelle Krise sei damit nicht konjunkturell bedingt, sondern rühre von strukturellen Überkapazitäten, sagte Chave in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung „L'Agefi“, das am Freitag veröffentlicht wurde.

Industrie spaltet sich 

Verstärkt würde die Krise von weiteren Faktoren wie den strengeren Kriterien für das Swiss-Made-Label und der Marktsättigung bei den Uhrwerken. Derzeit finde nun eine große Umwälzung statt: Die Industrie erlebe eine wachsende Kluft zwischen den Marken, bei denen es rund laufe und den anderen.

Zukunft nicht rosig

Dennoch zeigte sich der Gründer der PX Group zuversichtlich für die momentane Geschäftslage: Kurzfristig sehe er eine Entspannung, aber die Situation bleibt alles andere als rosig. Die PX Group ist ein bedeutender Zulieferer für die Uhrenindustrie und andere Unternehmen in der Mikroindustrie.

apa/sda

stol