Donnerstag, 19. Januar 2017

„Schwere Zeiten für Südtirols Sparer“

Eigentlich ist die Stimmung bei Südtirols Arbeitnehmern unverändert gegenüber Anfang 2016 - allerdings ist die allgemeine Arbeitsmarktsituation heute deutlich besser, hieß es bei der Vorstellung des AFI-Barometers am Donnerstagvormittag. Und trotzdem: „Schwierig sind die Zeiten aktuell für Sparer.“

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Foto: © shutterstock

Der Südtiroler Arbeitsmarkt zeigte sich 2016 extrem aufnahmefähig, sagte AFI-Direktor Stefan Perini. Im Jahresschnitt sei die Zahl an unselbständig Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent angestiegen. Die amtliche Arbeitslosenrate habe sich im dritten Quartal 2016 auf 3,6 Prozent zurückgebildet.

Doch selbst hier ist nicht alles Gold, was glänzt: „Die Arbeits-Voucher werden immer mehr zum Problem für den Südtiroler Arbeitsmarkt“, sagte AFI-Direktorin Christine Pichler.

Das größte Problem aber: Wer sparen will, wird sich immer schwerer tun. Dies hänge vor allem mit verschiedenen Ereignissen der jüngsten Vergangenheit zusammen, wie die in Schieflage geratenen italienischen Banken, die Einrichtung des Rettungsfonds „Atlante“, die Rationalisierungs- und Fusionswellen im Bankensektor und die Zinsen für Spareinlagen, die gegen Null tendieren. Das alles trage zur Verunsicherung der Sparer bei, so Perini.

Dies habe natürlich zur Folge, dass sich die Südtiroler Arbeitnehmer immer schwerer tun, ein Eigenheim zu erwerben (STOL hat berichtet). Der problematischste Faktor sind laut AFI-Barometer die hohen Immobilienpreise und die Schwierigkeit, einen Kredit zu bekommen.

stol

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