Mittwoch, 15. Mai 2019

Schwierige Zeiten für Dorfgasthäuser

Dorfgasthäuser waren lange der Treffpunkt der Südtiroler: zum Essen, zum Trinken, zum Watten. Heute fällt das Wirtschaften zunehmend schwer. Der Ruf nach Förderung wird laut.

Der Ruf nach einer Förderung für Dorfgasthäuser wird laut. - Foto: SBB
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Der Ruf nach einer Förderung für Dorfgasthäuser wird laut. - Foto: SBB

Manfred Pinzger hat das Thema beim heurigen HGV-Forum zurück ins Bewusstsein der Südtiroler katapultiert:

„Dorfgasthäuser spielen eine zentrale Rolle im Dorfleben. Dort treffen sich Einheimische und Gäste auf einen Ratscher, auf einen Kaffee, dort halten sie ihre Tauf-, Erstkommunion- und Familienfeiern ab. Fakt ist aber, dass Dorfgasthäuser und Dorfbars sich immer schwerer tun“, sagte der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV).

Ähnlich sieht es Alois Kronbichler von der Tourismusberatungsagentur Kohl und Partner. „Der persönliche Einsatz der Wirte ist groß, die Gastwirte von Dorfgasthäusern sind mit Passion dabei, aber der Verdienst ist oft sehr gering“, betont er im aktuellen „WIKU“.

HGV-Chef Pinzger spricht sich deshalb für eine Förderung aus: „Eine Sonderbestimmung, wie es sie teilweise im Handel schon gibt: In Dörfern, wo es in einem bestimmten Umkreis kein Detailhandelsgeschäft mehr gibt, gibt man spezielle Beiträge, um den Handel im Dorf zu unterstützen. Analog müsste man kleinen Dorfgasthäusern eine Unterstützung zukommen lassen, damit sie durchhalten und weitermachen.“

Was Gastwirte und Experten über die Herausforderungen in der Branche sagen, lesen Sie im aktuellen „WIKU“.

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stol