Die Initiative ist Teil eines umfassenderen EU-Ansatzes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, zur Verringerung von Elektroschrott (WEEE) und zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit.<BR /><BR />Das Wichtigste vorab: Die jetzt in Kraft getretene EU-Richtlinie gilt ganz zuerst für alle 27 Mitgliedsstaaten. Diese haben jetzt 2 Jahre lang Zeit, um sie auf ihrem Gebiet umzusetzen. Allerdings macht Brüssel klare Vorgaben, damit die Ziele der Richtlinien nicht dann auf lokaler Ebene verwässert werden. <BR /><BR />Was sieht die Verordnung vor? Die wesentlichen Punkte sind: <BR />1. Reparaturpflicht <BR />2. Zugang zu Ersatzteilen und Werkzeugen <BR />3. Informationen und Transparenz <BR /><BR />Zu Punkt 1: Die EU nimmt vor allem die Hersteller in die Pflicht. Sie müssen schnellere und vor allem kostengünstige Reparaturdienste anbieten. Das gilt auch für Waren, die noch in gesetzlicher Garantie stehen, aber kaputt gehen: Bisher wird meist schnell der Austausch angeboten; wenn sich Kundinnen oder Kunden für die Reparatur entscheiden, wird die gesetzliche Garantie um ein Jahr verlängert. Die Reparaturpflicht gilt selbstverständlich auch nach Ablauf der gesetzlichen Garantie. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1057398_image" /></div> <BR /><BR />Zu Punkt 2: Bisher scheiterte die Reparatur sehr oft daran, dass Firmen bewusst keine Ersatzteile oder geeignete Werkzeuge bereitstellten, um den Kauf eines neuen Geräts praktisch zu erzwingen. Das will die EU nicht länger hinnehmen – sie verlangt vielmehr, dass Ersatzteile und Reparaturwerkzeuge zu angemessenen Preisen bereitgestellt werden. <BR />Eine Taktik von Unternehmen besteht auch darin, dass sie unabhängige Reparaturdienste systematisch behinderten. Damit soll künftig Schluss ein. So dürfen solche Dienste künftig bei der Reparatur von Geräten zum Beispiel gebrauchte oder 3D-gedruckte Ersatzteile verwenden. <BR /><BR />Zu Punkt 3: Ein wesentlicher Punkt der Richtlinie betrifft die Information über Reparaturmöglichkeiten. So wird ein europäisches Informationsmodul eingerichtet, das Verbrauchern hilft, Reparaturservices zu bewerten und zu vergleichen, indem es die Art des Defekts, den Preis und die Reparaturdauer angibt. <BR />Schließlich wird eine europäische Online-Plattform mit nationalen Abschnitten die Suche nach lokalen Reparaturgeschäften, Anbietern von wiederaufbereiteten Waren und Reparaturinitiativen wie Repair Cafés erleichtern.<BR /><BR />Detail am Rande: Der Automobilsektor ist aus dem Anwendungsbereich der Richtlinie vorerst ausgenommen; a. Auch für Kopfhörer gilt vorerst eine Ausnahme.