Donnerstag, 21. Januar 2016

SEL-Skandal kommt Steuerzahler teuer zu stehen

Den Zusammenschluss von SEL und AEW zur Alperia feiert Landeshauptmann Arno Kompatscher als großen Erfolg. Den leidigen SEL-Skandal habe man so, ohne Schadensersatzzahlungen, hinter sich lassen könne. Trotzdem kam der Skandal den Südtiroler Steuerzahlern teuer zu stehen.

Für die Prozesse rund um den SEL-Skandal musste der Steuerzahler tief in die Tasche greifen (im Bild Richterin Carla Scheidle beim Prozess gegen Maximilian Rainer und Michl Laimer). - Foto: DLife
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Für die Prozesse rund um den SEL-Skandal musste der Steuerzahler tief in die Tasche greifen (im Bild Richterin Carla Scheidle beim Prozess gegen Maximilian Rainer und Michl Laimer). - Foto: DLife

Denn die Landesenergiegesellschaft ließ sich in verschiedene Prozesse rund um den SEL-Skandal ein. Streiten vor Gericht kostet nicht nur Nerven, sondern nicht zuletzt auch Geld. Steuergeld, in diesem Fall, und das nicht zu knapp.

Wie Energielandesrat Richard Theiner auf eine Anfrage des Freiheitlichen-Landtagsabgeordneten Walter Blaas antwortet, sind der SEL in den vergangenen fünf Jahren Verfahrenskosten von 1,4 Millionen Euro entstanden. 660.000 Euro entfielen auf die SEL AG, 140.000 Euro auf die SEL GmbH, 570.000 Euro auf SE Hydropower GmbH und 70.000 auf die Hydros GmbH.

Der Obmann der Blauen stellt deshalb fest: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Fusion der beiden großen Energieunternehmen im Land war eher eine Notwendigkeit, als ein großer Wurf in der Südtiroler Energiepolitik.“

stol

stol