Der demokratische Vorsitzende Chris Dodd und das republikanische Mitglied im Bankenausschuss Judd Gregg drückten am Samstag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Zuversicht für eine eine zweite Amtszeit des Notenbankchefs aus. Gespräche mit Kollegen hätten sie überzeugt, dass Bernanke die nötige Zustimmung erhalten werde.Im US-Senat wuchs zuletzt der Widerstand gegen Bernanke. Mehrere Senatoren kündigten ihre Ablehnung an, so dass die schon fix geglaubte Bestätigung plötzlich wieder fraglich schien. Deshalb nahm Obama am Samstag telefonisch Kontakt mit der Führung seiner Partei im Senat auf, um sich zu vergewissern, dass die nötige Stimmenzahl zustande kommt. Diese Zusicherung habe er auch bekommen, so dass eine Abstimmung in der kommenden Woche sehr wahrscheinlich sei, sagte ein Mitarbeiter der demokratischen Partei.Die Unsicherheit über die Zukunft des Notenbankchefs hatte am Freitag bereits die Kurse an der Wall Street belastet. Bernanke hatte 2006 unter dem ehemaligen Präsident George W. Bush die Führung der Federal Reserve übernommen. Während der Krise hat er die Zinsen massiv gesenkt und die Geldschleusen der Notenbank so weit geöffnet, wie es die Notenbank praktisch noch nie getan hat. Vor dem Hintergrund hoher Arbeitslosigkeit haben die Milliarden-Hilfen für die Bankenbranche den Unmut gegenüber der Federal Reserve und Bernanke wachsen lassen. Bernankes Amtszeit endet am 31. Jänner.apa/reuters