Für den Gewerkschaftsbund liege die Antwort im Wesentlichen in drei Bereichen: Der öffentliche Haushalt müsse ausgewogen und gerechter ausgerichtet werden. Dann müsste es vertragliche Besserstellungen in den Bereichen Arbeitsrecht, Entlohnung und Soziales geben.Und drittens müssten die sozialen Abfederungsmaßnahmen besser auf die lokale Situation abgestimmt werden, wie Mair betonte.Was den Landeshaushalt betrifft, so betonte Michele Buonerba, Stellvertreter von Tila Mair, dass es „angesichts schrumpfender Einnahmen mutige Entscheidungen und eine gezieltere Ausrichtung als bisher vonnöten sind“.Als Vorschläge diesbezüglich nannte Buonerba etwa das Gesundheitswesen, bei dem „Einsparungen nicht durch lineare Kürzungen und Reduzierung von Diensten, sondern durch bereits beschlossene Strategiepapiere und Reformen erfolgen sollten“. Konkret nannte der Gewerkschafter dabei den Sanitätsplan, die Verwaltungsreform und die klinische Reform.Was die Wirtschaftsförderung betrifft, so schlägt der SGB/CISL einen Einheitstext vor, „damit die Beiträge gezielter und effizienter zugeteilt und ausbezahlt werden können“. Tila Mair betonte, dass es dringend Aufholbedarf brauche, was sozialpartnerschaftliche Abkommen auf Betriebs- Branchen- oder Landesebene betrifft.„Diese zweite Verhandlungsebene hat in Südtirol, trotz Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft, nicht funktioniert“, so Mair.Was die sozialen Abfederungsmaßnahmen betrifft, so habe das Land vor zwei Monaten zusätzliche Zuständigkeiten übertragen bekommen. „Eine einmalige Chance“, meinte Buonerba. „Dank eines Landesgesetzes und eigenen Mitteln gibt es neuen Spielraum beim Lohnausgleich, der Arbeitslosenunterstützung und dem Mobilitätsgeld.“Möglich seien daher laut SGB/CISL die Lockerung der Zugangsvoraussetzungen, eine Neubestimmung der Begünstigten und die Erhöhung der Leistung und eine längere Bezugsdauer.sor/D