Sonntag, 24. Mai 2020

Shops und Lokale in Italien beklagen Umsatzeinbruch

Fast drei Viertel des italienischen Kleinhandels, der Shops, Lokale und Handwerkerläden sind in Italien in der ersten Woche nach Ende des coronavirusbedingten Lockdowns neu gestartet. Doch Krise und ein starker Konsumrückgang werfen dunkle Schatten auf ihre Zukunftsperspektiven.

Viele Kleinbetriebe in Italien sind wegen der Coronakrise auf finanzielle Unterstützung angewiesen
Viele Kleinbetriebe in Italien sind wegen der Coronakrise auf finanzielle Unterstützung angewiesen - Foto: © ANSA / Alessandro Di Marco
54 Prozent der Italiener haben laut Handelsverband Confcommercio aus Sorge vor der Ansteckungsgefahr das Shopping auf das Notwendigste reduziert. 24 Prozent meiden Geschäfte und Lokale aus Angst vor Infektionen. 68 Prozent kaufen lediglich im eigenen Viertel ein und 54 Prozent wollen künftig für ihre Einkäufe mehr auf E-Commerce setzen. 14 Prozent der Italiener befolgen einen strengen Sparkurs.

Höhere Preise wegen Sicherheitsvorkehrungen

Der Handelsverband berichtete, dass viele Shops wegen sinkender Kundenzahl und teuren Sicherheitsvorkehrungen bereits schwere Verluste meldeten. Viele von ihnen hätten sich zu einer Anhebung der Preise entschlossen. 68 Prozent der befragten Kaufleute hätten in der ersten Woche nach Ende des Lockdowns Verluste erlitten. 37 Prozent beklagten einen halbierten Umsatz gegenüber der Zeit vor Beginn der Epidemie. Lediglich 17 Prozent berichteten von Einnahmen auf demselben Niveau wie vor den Ausgangsbeschränkungen. 13 Prozent begrüßten dagegen ein Umsatzwachstum.

100.000 Handwerksbetriebe bedroht

Besonders unter Druck geraten sind Restaurants, Pizzerien und Gasthäuser. 92 Prozent erklärten sich über ihre Einnahmen in der ersten Woche nach Ende des Lockdowns für unzufrieden. Auch Friseure und Kosmetiksalons stöhnen wegen der negativen Auswirkungen der Corona-Sicherheitsvorkehrungen.

Die Sorge wächst auch bei den Handwerkerbetrieben. Ohne Stützungsmaßnahmen könnten 100.000 Kleinbetriebe bis Jahresende schließen, befürchtet der Handwerkerverband CGIA. Gefährdet seien

apa/stol