Im Jänner des laufenden Jahres wurde in Italien der stärkste Preisrückgang seit September 1959 verbucht. Damit ist Italien zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Monaten in eine Deflation gerutscht. Auch im September 2014 waren rückläufige Preise verzeichnet worden. Auch im Gesamtjahr war die Inflation mit 0,2 Prozent äußerst niedrig. In Südtirol ist die Inflationsrate hingegen traditionell etwas höher als auf gesamtstaatlichem Gebiet. Im Gesamtjahr lag sie bei 1,1 Prozent.Eine genauere Analyse zeigt in den verschiedenen Bereichen keine dramatischen Schwankungen, wie das Astat mitteilt: Lediglich in der Nachrichtenübermittlung sanken die Preise in Südtirol um 7,7 Prozent und in Italien um 7,8 Prozent. Gestiegen sind die Preise in Südtirol hingegen im Bereich Bildung (plus 1,4 Prozent) und Gastgewerbe (plus 2,0 Prozent).Für die niedrige Inflation insgesamt sind vor allem die gesunkenen Energiepreise verantwortlich: Diese sind ab Ende 2012 regelrecht eingebrochen. Im September 2012 stiegen sie im Vergleich zum September 2011 um 15,7 Prozent an, während zum Jahresende 2014 ein Rückgang um 5,7 Prozent verzeichnet wurde.Vergleicht man die Inflationsrate mit den Nachbarländern, so sind die Preise in Südtirol im Schnitt höher als in Italien und Deutschland. Spitzenreiter ist hingegen Österreich.