Donnerstag, 26. Mai 2016

Skisport plagen Nachwuchssorgen

Trotz Schneemangels zu Beginn des Winters, sei es eine gute Saison gewesen. Diese Bilanz hat der Verband der Südtiroler Seilbahnunternehmer am Donnerstag gezogen. Aber: Der Blick in die Zukunft ist nicht ohne Sorgen.

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Foto: © shutterstock

Bis Mitte Jänner herrschte in Südtirol totaler Schneemangel. Die Erstbeschneiung der Pisten war nur unter sehr schwierigen Bedingungen möglich, sagte der Seilbahner-Präsident Siegfried Pichler. Höher gelegene Skigebiete und solche, die über leistungsfähige Beschneiungsanlagen verfügen, hätten trotzdem Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. „Jene Skigebiete mit verspäteten Saisonbeginn und solche, die vorwiegend auf Tagesgäste angewiesen sind, mussten kleinere oder größere Umsatzeinbußen hinnehmen.“ Insgesamt könne man mit der abgelaufenen Saison aber zufrieden sein, so Pichler.

Problem 1: Der Nachwuchs

Vor allem 2 Faktoren bereiten den Seilbahnbetreibern aber Zukunftssorgen: „Seit einigen Jahren lässt sich in den alpinen Kernregionen der Schweiz, Deutschlands, Österreich und Italiens und auch in Südtirol die Tatsache nicht verleugnen, dass immer weniger Kinder und Jugendliche Skifahren und Snowboarden." Besonders im Kernmarkt Deutschland, wo Wintersportwochen bis vor einigen Jahren noch zu den festen Aktivitäten im Schulprogramm zählten, müsse man eine zunehmend kritischere Haltung gegenüber dem Skitourismus feststellen.

Problem 2: Die Kosten

Das zweite Problem, das die Seilbahner zum Schwitzen bringt: die Kosten. „Der Anteil an Fixkosten in unseren Betrieben ist überdurchschnittlich hoch und eine Reduzierung nur schwer möglich“, unterstrich Pichler. Laufende Kostensteigerungen könnten nur teilweise durch Preiserhöhungen aufgefangen werden, da eine regelmäßige Erhöhung derselben, ohne entsprechende Zusatzleistungen zu bieten, immer schwieriger werde, sagte der Präsident.  

sor/D

stol