Montag, 15. Juni 2015

Skyway Monte Bianco: ein Meisterwerk „made in Südtirol"

Der Monte Bianco (Mont Blanc) an der italienisch-französischen Grenze gilt als höchster Berg Europas und ist Ziel vieler tausend Besucher jährlich. Ab jetzt ist das Bergmassiv in Aosta um eine außergewöhnliche Attraktion reicher. Eine neue Seilbahn führt bis in eine Höhe von 3.500 Metern. Das neue Seilbahnprojekt ist zu 100 Prozent „made in Südtirol“. Am Montag wurde das Projekt in Lana der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ein technisches Meisterwerk „made in Südtirol“: der Skyway Monte Bianco. Foto: Doppelmayr Italia GmbH
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Ein technisches Meisterwerk „made in Südtirol“: der Skyway Monte Bianco. Foto: Doppelmayr Italia GmbH

Die neue Seilbahn heißt „Skyway Monte Bianco“ und ersetzt eine ältere Seilbahn, die die Strecke in drei Abschnitten bewältigte, viele Jahrzehnte in Betrieb war und nun abgebaut wird.

Die neue Bahn verbindet Courmayeur in Aosta mit der Helbronner Spitze in zwei Teilstrecken: Von der Talstation Pontal d’Entrèves auf 1.300 Meter Meereshöhe über die Mittelstation, dem Pavillon du Mont Fréty (2.200 m), bis hin zur Bergstation Punta Helbronner auf 3.500 m werden insgesamt 4,3 Kilometer zurückgelegt.

Das Investitionsvolumen betrug insgesamt rund 120 Millionen Euro.

Der „Skyway Monte Bianco“ wurde vollständig von Doppelmayr Italia in Lana entwickelt, geplant und gebaut. Im dortigen Firmensitz wurde am Montag auch über das Projekt, seine Besonderheiten und Bedeutung gesprochen.

Es handelt sich um die Realisierung einer schlüsselfertigen Bahn mit runden, speziell entwickelten Kabinen mit Panoramaverglasung, die sich während der Fahrt um 360 Grad drehen und somit einen kompletten Rundumblick in die einzigartige Bergwelt der Viertausender bietet. 

Zur Innenausstattung gehören Boden- und Wandheizung, Soundanlage und Bildschirme, auf denen Livebilder einer Kamera vom Unterboden der Kabine aus zu sehen sind. 

Die Seilbahnstationen selbst decken ihren Energiebedarf aus einem Mix an Photovoltaik- und Heizungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, zusätzlich wird die Bremsenergie der talwärts fahrenden Kabinen in Form von elektrischer Energie in das Netz eingespeist. 

Zu den technischen Besonderheiten des Baus zählt auch die höchste Seilbahnstütze der Welt, die – ohne die Verankerung im Boden miteinzurechnen – 110 Meter in die Luft ragt. 

stol

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