Rund 500 Gäste aus der Tourismus-, Lebensmittel- und Dienstleistungsbranche sowie von Agenturen und Marketinginteressierte besuchten die Hauptveranstaltung der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG), die sich jedes Jahr einem Themen widmet. Heuer ging es um die Sinneswelten.Prof. Manfred Spitzer, Experte im Bereich der Wahrnehmungsforschung, war Gastreferent der SMG-Hauptveranstaltung. Er sprach zum Thema ‚So funktioniert Wahrnehmung – mit allen Sinnen’.„Wenn man weiß, wie das Gehirn funktioniert, dann weiß man, was Menschen bewegt“, sagte Spitzer. Die meisten Entscheidungen der Menschen seien emotional begründet. Menschen nähmen dann am besten wahr, wenn alle Sinne aktiviert seien. Diese Erkenntnisse nutzt das Multisensorische Marketing. Für Landeshauptmannstellvertreter Hans Berger will „der Gast Urlaub mit all seinen Sinnen wahrnehmen, aber genauso auch Urlaub mit Sinn erleben. Daher müssen wir uns darauf besinnen, was uns wirklich stark und außergewöhnlich macht“. Dabei müsse man sich auf typische Produkte und Lebensmittel aus Südtirol besinnen.Dies könne z.B. am Frühstückstisch mit Südtiroler Produkten beginnen, sich bei einem Plausch mit dem Produzenten fortsetzen und in der Stube aus heimischem Holz seinen Abschluss finden. „Wir müssen stärker kommunizieren, was wir an Produkten anbieten. Wenn Südtirol drin ist, so soll das dem Gast auch mitgeteilt werden“, so Berger. Präsident Reinhold Marsoner sprach über die zukünftigen Stärken Südtirols. Neben typischen Lebensmitteln und Kultur seien diese zunehmend auch die Architektur, alpine Kompetenz sowie Energieeffizienz. „Multisensorisches Marketing beginnt beim Produkt. So wie wir ein Produkt mit allen Sinnen wahrnehmen und beurteilen, wird auch Südtirol als Gesamterfahrung erlebt“, sagte Christoph Engl, Direktor der SMG, in seinem Referat.„Südtirol kann zum begehrtesten Lebensraum in Europa werden. Das wäre das stärkste Bild, das Menschen bewegt“, so Engl.